Oper in der Babenbergerburg - Oper Burg Gars

In Wien tobt ein heftiges Gewitter, während ich auf unsere Busse warte. Seit Jahren sind wir verlässlicher Partner der Oper Burg Gars und haben die ehrenvolle Aufgabe den Chor und das Orchester pünktlich zu den Veranstaltungen zu bringen, damit die Zuschauer einen unvergesslichen Abend erleben können.

Ich ziehe die Kapuze tief ins Gesicht, wie wird das Wetter wohl so knapp eine Stunde von Wien entfernt ausschauen?

Mittlerweile gibt es Sommerfestspiele wie Sand am Meer, doch in Gars bestechen nicht nur gewaltige Stimmen und eine ausgezeichnete Inszenierung, sondern auch die Location. Gars ist eine der ältesten Burganlagen Österreichs. Sagenumwoben liegt sie im Kamptal, denn über die Entstehung können nur Vermutungen angestellt werden. Die Babenberger schlugen hier ihren Sitz auf, wobei die Garser Babenbergerzeit nur wenige Jahrzehnte dauerte, denn schon unter Leopold III wurden Kastellane zur Verwaltung der Burg eingesetzt.

Heute zeichnet Intendant Dr. Johannes Wildner schon seit einigen Jahren für ausgesprochen ereignisreiche Sommerabende.

„Die Zauberflöte“, die seit Jahren meist gespielte Oper von Wolfgang Amadeus Mozart wurde geradezu zu einem Synonym für Oper. In den vergangenen Jahrzehnten hat die Zauberflöte zwei Hauptrichtungen an Interpretation erlebt: erstens die totale Zertrümmerung und Brechung im Sinne der Frankfurter Schule durch das Deutsche Regietheater und zweitens den Regress in eine kasperliadenhafte Verblödelung als Belustigung mit Mozartmusik, scheinbar, aber wirklich nur scheinbar an kindliche Strukturen angepasst, aber genau genommen kontraproduktiv.

Während ich die Worte von Herrn Dr. Wildner über das Stück lese, stecke ich mir eine Mozartkugel in den Mund.

Mittlerweile haben wir Gars erreicht und das Gewitter zieht gerade ab. Sehr touristenfreundlich. Hier im Waldviertel.

Die Anreise nach Gars ist keine Hexerei und vor Ort stehen genügend Parkplätze, auch für Busse zur Verfügung. Dennoch kann ich nicht verheimlichen, dass ein kleiner Fußmarsch angesagt sein könnte. Leider haben die Babenberger damals keine Parkplätze gebaut und der kleine Platz vor den Toren der Burg gehört in Festspielzeiten den Darstellern. Und Menschen mit VIP-Packages, die zu einem sehr günstigen Preis in geringer Stückzahl erworben werden können. Damit werdet ihr auch noch kulinarisch verwöhnt und bekommt einen Sitzpolster.

Apropos Kulinarik: Neu ist in Gars der „Goldene Hirsch“, der an Spieltagen bis Mitternacht warme Küche bietet – fragt aber vorher nach, denn an zwei Spieltagen hat er ausnahmsweise nicht offen. Im Areal gibt es natürlich ebenso Köstlichkeiten vor und nach der Aufführung, sowie in der Pause. Und nicht vergessen:

Papageno kostet schon einmal den herrlichen Wein aus der Kamptal-Region.

Zurück zum Parkplatz – eine große Menge gibt es am Fuße der Burg, wobei vor der Veranstaltung ein kleiner Shuttlebus kostenlos hochfährt. Runter geht es bekanntlich immer einfacher. Sind aber nicht einmal 10 Gehminuten, also keine Panik. Personen mit besonderen Bedürfnissen, wie Rollstuhlfahrer, wenden sich bitte direkt an den Veranstalter. Hier gibt es eigene Lösungen.

Gutes Schuhwerk wäre schon aufgrund der alten Burganlage von Vorteil. Überhaupt würde ich vorschlagen, gemütliche Kleidung, es ist halt eine Freiluftveranstaltung. Ein Polsterl für den Allerwertesten kann auch nicht schaden, denke ich bei mir, während ich die Spuren des Gewitters aufwische. Und nach der Pause wünschte ich mir eine Jacke herbeizaubern zu können… Frisch, hier oben im Waldviertel.

Dafür umso schöner, denn man kann vor dem kulturellen Höhepunkt einiges unternehmen. Wie z.B. einen Besuch auf der Rosenburg, die nicht einmal 10 KM entfernt ist, oder auf Schloss Greillenstein, das nicht einmal 20 KM von hier liegt. Wer ein Wochenende oder länger hier verbringen möchte, findet weitere Infos auf unserem busblog unter Waldviertel.

Gehen wir auf die Burg zurück - Pünktlich um 20.00 beginnt die Vorstellung, die inklusiv Pause bis 23.00 dauern wird.

Das Bühnenbild ist einfach, denn die alten Burgmauern als Naturkulisse geben, passend zur Zauberflöte, genügend Spielraum für Phantasie. Herr Dr. Wildner hat sich zum Ziel gesetzt, die Zauberflöte „richtig“ und korrekt im Sinne des Komponisten und des Textdichters sowie attraktiv darzustellen. Er sieht es als eine kulturpolitische und bildungspolitische Notwendigkeit allererster Ordnung.

Der Drache ist erlegt und Papageno, der zuvor das weltbekannte Lied, „Der Vogelhändler bin ich ja, stets lustig, heißa, hopsassa...“, zum Besten gegeben hat, lügt dem Fremdling vor, den Drachen mit bloßen Händen besiegt zu haben.

Lügen werden sofort bestraft und so erhält er anstatt seines Lohns für den Verkauf der gefangenen Vögel von den drei Damen der Königin der Nacht ein Vorhängeschloss vor seinen Mund, während der Fremdling, ein Prinz, das Bild ihrer wunderschönen Tochter erhält. Er besingt das Bild mit dem bekannten Lied, „dies Bildnis ist bezaubernd schön…“, und verliebt sich sofort unsterblich in Pamina.

Wie immer ist nicht alles so leicht, denn Pamina wurde von Sarastro gefangen genommen und so beginnt ein Spiel um Liebe, Leidenschaft, Sehnsucht, dunkle Mächte und Hoffnungslosigkeit.

Die Königin der Nacht, Paminas Mutter, hat es faustdick hinter den Ohren.

Wer, warum bedroht wird und weshalb diese Gesellen durch die alten Mauern schleichen…

Und noch viel mehr seht ihr hier auf Burg Gars. Übrigens, das Wetter hat sich tatsächlich verzogen und es ist ein wunderschöner Abend geworden. Wenn auch etwas kühl, wie schon erwähnt. Kein Wunder, haben wir Sternenhimmel und Vollmond. Schön, in Wien kaum mehr zwischen den Häuserfronten zu sehen.

Es gibt noch Karten und Busse können wir gerne organisieren. Am 18.07.2017 ist Familientag, hier gibt es besondere Angebote für Kinder. Schaut auf der Homepage nach.

Prinzen rasten auch gerne einmal aus Liebe aus! Dennoch ist die Vorstellung frei von tatsächlicher Gewalt. Richtig Mord und Totschlag bleibt aus, denn….

Übrigens, gibt es zwei große Anzeigetafeln, auf welchen die Textpassagen mitgelesen werden können. Es wird in Deutsch gesungen und wie schon erwähnt, ohne Verstärker. Dennoch sind die Stimmen so gewaltig, dass einem einwandfreien Verstehen nichts im Wege steht.

Ganz tapfer schlagen sich die drei Jungs aus dem Mozartknabenchor in Wien, obwohl ihnen die Nervosität (noch) ins Gesicht geschrieben steht. Kein Wunder, ich bin auch bei der Hauptprobe Gast.

Achja, fotografieren, auch mit Handy ist bei den Vorstellungen untersagt. Tut mir leid, dieses Vorrecht gilt diesmal nur für das Team des ersten busblog österreichs.

Nur ein kleiner Teil des Chors, den wir mit unseren Bussen sicher fahren dürfen…

Wie die Zeit vergangen ist, schon verbeugen sich alle. Kurzweilig, interessant und stimmgewaltig ist der Abend zu Ende gegangen. Von einem Happyend seid ihr wahrscheinlich schon ausgegangen, aber wer bekommt wem? Der Prinz die hübsche Papagena? Papageno die Tochter der Königin der Nacht? Oder war es doch umgekehrt?

Schaut vorbei, entflieht einen Abend in eine Welt der Phantasie, der Märchengestalten und lauscht der Musik von Mozart. Taucht in eine Welt ein, die der Wirklichkeit ferne liegt und dennoch den Zuschauer in einen besonderen Bann zieht. Reserviert rasch die letzten Karten und freut euch auf den Abend.

2018 steht TOSCA am Programm. Bus und Karte ab sofort direkt bei uns. Oder Karte direkt bei der Burg Gars Gmbh. Seid schnell, es gibt nicht viele Termine!

Euer Team des ersten busblogs österreichs, diesmal Renate

 

 

Interessenten aus dem In- und Ausland wenden sich direkt an das Team von Burg Gars GmbH, Hauptplatz 80, 3571  Gars am Kamp,  office@burg-gars.at, www.operburggars.at, Tel: +43(0)2985/33000

 

Ideen zur Tagesgestaltung findet ihr bei unserer individuellen Gruppenreise

 

 

Busparkplatz Stufen barrierefrei Behinderten-WC Hunde Gastronomie Fremdsprachen Voucher
ja ja beschränkt ja nein ja auf Anfrage nein

 

Zur Planung Ihrer Gruppenreise steht Ihnen auch gerne CÄSAR Bus- und Personenbeförderungs Gmbh zur Verfügung, office@bustiger.eu, www.bustiger.eu

 

Besuch von lichtkroko, Montag, 10.07.2017. Mit freundlicher Fotogenehmigung von Herrn Rudolf Berger, Geschäftsfüher Oper Burg Gars. Text: Renate Stigler, Fotos: lichtkroko, www.lichtkroko.eu

 

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