Nur der Gesundheit zuliebe - SANDGRUBE 13 wein.sinn

Drei Dinge blieben mir in ewiger Erinnerung bei den unzähligen Besuchen der alten Dame, zu der wir alle Tante sagten. Zuerst im Vorzimmer das kleine Eisengestell mit dem guten alten Vierteltelefon und darunter den dicken Telefonbüchern, die grünen Flaschen mit den für mich lustigen rot-weiß-roten Etiketten in der alten Kredenz in der kleinen, düsteren Küche und ihre Worte, „Kind, das ist alles nur der Gesundheit zuliebe“

Ich war damals ein Drei-Käse-Hoch, mit einem Stofftier bewappnet und der Hoffnung auf ein paar Groschen Taschengeld. Doch die Flaschen haben mich beschäftigt, was da wohl drinnen war? Wie der Hund von Baskerville hat sie darauf geachtet. Niemand durfte auch nur kosten.

Die Tante starb dann kurz vor der dreistelligen Zahl. Soweit ich mich erinnern kann, blieb ihr Herz einfach stehen, aber so richtige Krankheiten hatte sie keine.

Letztens stand ich so bei einem Weinregal und war fasziniert von den Etiketten.

Die 13! Die absolute Glückszahl in unserer Familie und nun seit über vier Jahren auch von mir und meinem Schatz. Was so alles an einem 13. passiert ist, und ich rede von guten Dingen.

Während ich mich auf den Weg nachhause machte und über die Wahl der Sorte mit der 13er Etikette nachdachte, bildete ich mir doch glatt ein, so im linken Augenwinkel die alten „Tante-Flaschen“ gesehen zu haben.

„Kind, das ist alles nur der Gesundheit zuliebe“ fiel mir wieder ein und ich beschloss mich jetzt, gute dreißig Jahre nach dem Tod der alten Dame, auf Spurensuche zu machen.

Als Buslady kennt man sich mit Verkehrszeichen normalerweise gut aus, hält sich an Geschwindigkeitsvorschriften und kann auch mit Polizisten sachlich diskutieren. Doch diesmal muss ich rasch Spurwechseln – man möge mir verzeihen. Seht ihr das grüne Schild: „Winzer Krems – Sandgrube 13“? Hand aufs Herz, wer hat es jetzt etwas länger gesucht?

Schon bei der Anfahrt fällt mir die gute Beschilderung, sofern man darauf achtet, auf, ebenso wie die vielen, schön gekennzeichneten Busparkplätze vor der Tür. Ich bin da. Am Eingang zum Weltkulturerbe Wachau, einer der schönsten Flusslandschaften Europas. Doch heute interessiert mich nicht die berühmte Wachauer Marille, sondern die Weinerlebniswelt SANDGRUBE 13 wein.sinn. Und ihr wisst ja schon, alles was mit 13 anfängt, ist gut.

Gut ist auch die erste Kostprobe des leichten grünen Veltliners, welche mir Frau Andrea Schenter, meine heutige Begleiterin, überreicht.

Da fängt doch eine Besichtigungsrunde gleich viel lockerer und gemütlicher an. Übrigens, den Schluck solltet ihr nicht verpassen, der gehört im kleinen Weingarten zum Führungsbeginn für jeden Besucher dazu. Für Nicht-Trinker gibt es natürlich die „natürliche Weinform“, also den Traubensaft.

Meine Gedanken schweifen in den letzten Herbst ab und greifen ins Leere ….

Es steht der Frühling vor der Tür und somit die erste große Arbeitsrunde für den Winzer. Noch leuchten kleine bunte Bändchen in den kahlen Weingärten. Das erste Anzeichen, dass die Weinstöcke geschnitten und neu angebunden werden. Wie würde meine Tante jetzt sagen, „alles nur der Gesundheit zuliebe.“Nach dem Führungsbeginn im Weingarten und dem ersten Schluck geht es an die Entdeckung der Wein.Region. 

Vorsicht! Die große Glaslandschaft, die sich vor mir ausbreitet ist mir nicht geheuer! Frau Schenter geht einfach darüber, als wäre es eine Asphaltdecke. Sie lacht und reicht mir die Hand, „kommen Sie, die Scheibe hält sie aus!“ Sicher bin ich mir nicht, bei meinen … Ach lassen wir das, bei Frauen spricht man nicht über das Gewicht. Aber es ist höher, als meine Tante alt wurde.

Vorsichtig bin ich – möchte ich doch nicht die Weinanbaugebiete zertreten. Ihr lacht? Haha? Na, dann los zur Weinerlebniswelt SANDGRUBE 13. Mal schauen, wer dann lacht.

Finster ist es im Wein.Schatz. Der gute und der böse Geist empfangen mich. Welcher der beiden siegt, müsst ihr selbst herausfinden, denn meine Augen und mein Geist konzentrieren sich gerade auf etwas ganz anderes.
Denkt ihr jetzt schlecht von mir? Nein, nicht auf das rote Gold im Glas. Kinder, schon vergessen, ich bin doch mit dem Auto hier! Und wie war es mit den Gesetzen? Aber ihr dürft bei einer Anreise in einem unserer gemütlichen Busse alles verkosten, was hier angeboten wird. Schmecken tut es sicher. Und vergesst bitte nicht, es ist nur der Gesundheit zuliebe. Schon mal überlegt, dass es mehr alte Weintrinker als alte Ärzte gibt?

Was mich jetzt so fasziniert hat? Na, der Tisch – der Weinstein an der Innenseite des ehemaligen Weinfasses! Habt ihr nicht gesehen? Dann schaut Euch  nochmal das Foto an oder kommt vorbei in den Wein.Keller der SANDGRUBE 13. Fast 1.000 Weinbauern beliefern im Herbst die Winzer Krems und sorgen somit für unsere Gesundheit. Da ist es schon selbstverständlich, dass ein Ab-Hof-Verkauf hier in Krems nicht fehlen darf. Und wenn ihr dann begeistert das letzte Tröpfchen aus der Flasche leert, macht euch mal auf Spurensuche im Lebensmittelhandel. Denkt daran, meine Tante hat schon vor über dreißig Jahren den Kremser Schmidt getrunken. Und die war hier nie. Nein, der stand schon damals, natürlich nur der Gesundheit zuliebe, im Regal des kleinen Greißlers bei ihr ums Eck. Schnell, aufpassen! Steht die Flasche wirklich schief, oder hat mich der Duft des Weins, der hier überall gegenwärtig ist, eingeholt? Jede Führung hat einmal ein Ende und somit auch die Verkostungen, die für jeden Gast hier geboten werden. „Zum Schluss noch ein Schluckerl und ein Wachauer Laberl?“, werde ich gerade gefragt.

Ich gebe mich geschlagen, aber wirklich nur eine Zungenspitze voll Riesling, dafür aber die Backen hamstermäßig vollgestopft mit Wachauer Laberl.

Ich bin glücklich, habe ich endlich den Schlüssel zum Geheimnis meiner Tante gefunden. Ihr Lieblingsspruch, „Kind, es ist nur der Gesundheit zuliebe“, ist entschlüsselt und ebenso das Geheimnis gelüftet, wie sie fast 100 werden konnte.

Heute ist ein wahrhaft schöner Tag. Die Sonne lacht auf die Erde und kitzelt die Weinstöcke und mich an der Nase. Für Gruppen ab 20 Personen gibt es hier das ganze Jahr über Einblicke in die Welt des Weinanbaus und für Einzelgäste zu gewissen Zeiten. Mit der Niederösterreich-Card seid ihr auch herzlich willkommen. Nur bitte Hunde müssen draußen bleiben. Ja, verstehe ich auch, wie schaut es denn aus, wenn nachher Hund mit Herrchen oder Frauchen gemeinsam auf allen Vieren durch den Weingarten laufen. Obwohl so ein Assistenzhund, der darf auch hinein. Ich überlege…Ihr könnt Euch auch in Französisch und in Englisch und vor allem barrierefrei auf die Spurensuche nach dem Schwein im Weingarten machen.

Was das Schwein im Weingarten verloren hat? Keine Ahnung. Eigentlich stellt sich die Frage, wer hat das Schwein im Weingarten verloren? Denn ich habe es darin gefunden und fand es ein Foto wert.

Der junge Österreicher schaut verschmitzt auf die junge Österreicherin. Schon gut, ich nehme langsam Abschied und will die traute Zweisamkeit nicht stören. Wer weiß, welche Gedanken die beiden haben?

Zuerst etwas auf romantisch tun…

…und dann schon auf die Kinder aufpassen. Apropos Kinder – die sind doch ideal für Euren Buskühlschrank. Denkt mal drüber nach, wenn ihr das nächstemal kleine Flaschen sucht.

Auch ich sage langsam Danke für die Zeit und die Einblicke in die Welt des Weins und mache mich auf den Heimweg. Sonst kann ich womöglich noch in der alten Hiata-Hütte übernachten.

 

Hoppla, was ist das? Es war doch nur ein Begrüßungsgläschen und eine Zungenspitze Fluchtriesling, die anderen habe ich doch nur für das Foto verwendet? Oder? Panik steigt in mir auf. Habe ich auf die Verkehrsvorschriften vergessen?

Haha! Reingefallen meine Lieben! Nein, oder eigentlich ja, so sehen vielleicht einige Gäste nach der Führung die Welt. Oder am Ende eines Seminars, Räumlichkeiten sind hier vorhanden, oder nach einem Fest in den verschiedenen Weinkellern. Zumindest alle, die nicht ans Lenkrad müssen.

Nein, ich sehe die Welt nicht so. Diesmal nicht. Das Foto ist ein Ausschnitt aus dem 4-D-Film, der nur mit 3-D-Brille seine wahren Werte preisgibt.Samir, unser Maskottchen hat da wieder mal etwas falsch verstanden. Wahrscheinlich hat er zu viele grüne Flaschen mit rot-weiß-roter Etikette geleert.

Ich nehme mir noch eine Rose mit nachhause. Sage Danke und bis Bald. Vielleicht ein Besuch beim Kremstaler Weinfrühling (29./30.04) oder vor der Fahrt zu den Schlossfestspielen Langenlois im Sommer? Oder beim Weltmusikfestival GLATT & VERKEHRT (26.-30.07.) Oder nach einer Schifffahrt durch die Wachau? Möglichkeiten gibt es genug.

Kennt ihr eigentlich meine Siegergeschichte „Blaufränkische Hoffnung“?

Während ich so durch die Landschaft fahre und meinen Gedanken nachhänge, meldet sich meine Phantasie, die beleidigt ist. „Sag mal, hättest Du nicht mehr trinken können?“, schnauzt sie mich an.

„Und bei einer Kontrolle? Was soll ich dem Polizisten erzählen, damit ich meinen Führerschein nicht verliere. Na, Du Scherzküberl!“, ich fordere sie heraus.

„Na, dann hättest Du ihm einfach zugelallt - Herr Inschpektor, isch allesch nur für die Gesundheit!“

 

Interessenten aus dem In- und Ausland wenden sich direkt an Frau Eva Chaloupek, Winzer Krems eG, Sandgrube 13, 3500 Krems, www.sandgrube13.at, sandgrube13weinsinn@winzerkrems.at

 

Bus-parkplatz Einkaufs-möglichkeit Stufen barrierefrei Behinderten-WC Gastronomie Hunde Voucher Fremdsprachen
ja eigene Produkte ja/Lift ja ja nein nein ja englisch, französisch

 

Ideen zur Tagesgestaltung findet ihr bei unserer individuellen Gruppenreise

 

Zur Planung Ihrer Gruppenreise - CÄSAR Bus- und Personenbeförderungs Gmbh, office@bustiger.eu, www.bustiger.eu

 

Besuch von lichtkroko, Donnerstag, 16.03.2017. Mit freundlicher Fotogenehmigung von Winzer Krems, Sandgrube 13.

Text: Renate Stigler, Fotos: lichtkroko, www.lichtkroko.eu

 

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