Mit den Linzer Kattas auf Du und Du - Zoo Linz

Wer von euch besucht gerne Tiergärten und Zoos dieser Welt? Hand aufs Herz, wer stand nicht schon einmal vor einem Tierbereich und wollte unbedingt mit dem Tier dahinter auf Du und Du? Streicheln? Füttern? Liebkosen?

Wie oft entfährt uns bei Tieren „ach wie süß“, „so niedlich“, „herzig“, mei ist der putzig“?  Die meisten Menschen werden im Beisein von Tieren zu Kindern und können so für einige Minuten entspannen und dem Alltag entfliehen. Tiere zaubern ein Lächeln auf die Gesichter, befreien unseren Geist und entführen uns in eine eigene Welt.

Stimmt, das Team vom ersten Busblog Österreichs, insbesondere lichtkroko persönlich, steht ganz oben an der Spitze jener Menschen, die sabbernd und flehend vor der Glasscheibe oder dem Zaun stehen: „bitte nur einmal streicheln!“

Ok, lichtkroko wünscht sich dann Tiere wie Krokodil oder Tiger. Da hier ein Bericht für euch sehr kurz ausfallen würde, haben wir beim Angebot vom Zoo Linz sofort „JA“ gesagt und sind freudig im Kreis gehüpft.

Nein, es war keine Einladung ins Haus der Artenvielfalt. Hier hätte lichtkroko nicht nur dankend abgelehnt, sondern schreiend den Raum verlassen. Echsen, Spinnen und Krabbelvieh zählt nicht zu meiner Wunschliste.

Es war eine Einladung, die uns Frau Mag. Hildebrand, die Geschäftsführerin und zoologische Leiterin des kleinen, aber sehr feinen Tierparks in Linz persönlich überbracht hat. So werden wir an diesem Sonntag schon sehnsüchtig erwartet.

Zuerst werfen wir einen Blick hinter die Kulissen des Zoos. Neben diversen Einrichtungen dürfen wir in die Küche. Ein genauer Speiseplan besagt, was und in welcher Menge den jeweiligen Zoobewohnern gefüttert werden darf. Daher heißt es zuerst einmal in der dicken Mappe blättern, ins Kühlhaus marschieren und die Leckerlies aussuchen.

Das Programm „mit den Linzer Kattas auf Du und Du“ kann von Montag – Freitag auf Anfrage für zwei Personen gerne gebucht werden. Ein perfektes Geschenk für Kattafreunde z.B. zum Geburtstag, als Dankeschön oder einfach nur so.

Ich kann es kaum erwarten diesen zierlichen Tieren gegenüber zu stehen. Ohne Glasscheibe oder Zaun. Die Kattas, die wir auch schon im Zoo in Salzburg gesehen haben, sind meine speziellen Lieblinge, denn bei ihnen haben die Frauen das Sagen.

Daher lasse ich meinen Schatz mit dem Messer hantieren und die Leckereien maulgerecht schnipseln. Ein feiner Obst- und Gemüsesalat. Normalerweise werden die Tiere schon vor Zoo-Öffnung gefüttert, daher dürfen wir als Kattabesucher nur die Leckereien mitbringen.

Unser Maskottchen Samir, ein frecher Tiger, beweist wieder einmal, kein Veganer zu sein. Trotz überaus schmackhafter Präsentation des Vitamincocktails bleibt er stur. Gut, dann haben wir genügend zu füttern. Im Küberl sind übrigens Rosinen und Popcorn. Zusätzlich nimmt Frau Mag. Hildebrand noch ein Sackerl mit lebenden Mehlwürmern mit. Naja, wenn es schmeckt?

Gut gelaunt führt uns der Weg quer durch den Zoo.

Das erste Linzer Zebrapferdfohlen frühstückt gerade, während wir auf der anderen Seite des Weges schon entdeckt worden sind.

Ich habe noch immer Angst, irgendwann zwickt mich wer und ich falle aus meinem Traum, in ein paar Minuten auf derselben Seite wie die Katta-Mama zu stehen. Es zwickt mich niemand und ich erkenne, hier leibhaftig gleich eine Begegnung der besonderen Art erleben zu dürfen.

Es bedurfte sehr langes, geduldiges Training der Tierpfleger, den Wildtieren die Angst vor den Menschen zu nehmen.

Rasches Eintreten durch die doppelt gesicherte Absperrung ist angesagt. Noch werden die drei Zweibeiner mit dem Kübelchen und dem Sackerl von den Jungtieren neugierig begutachtet.

Die größeren Tiere haben keine Furcht. Kaum haben wir uns auf dem Stein, der uns Menschen zusteht, niedergelassen, sind wir schon umringt.

Ein eigener Fiepslaut ist zu hören. Ist es Neugierde? Die Aufforderung zur Verfütterung der Leckerlies oder erzählen sie uns etwas? Sind wir bereits in der Gruppe integriert?

Mhm, die Rosinen sind heiß begehrt. Ganz sanft werden diese direkt von der Hand genommen. Samtweiche Pfoten halten sich an der menschlichen Hand fest.

Kaum wird vermutet, der Zweibeiner schaut nicht zu, wird das heute unliebsame Popcorn einfach entsorgt. Wie bei uns Menschen, wir picken meist ebenso, wortwörtlich die Rosinen aus dem Kuchen. Vor allem Süßigkeiten finden interessanterweise  noch dann einen Platz, wenn sich der Bauch voll anfüllt und gefährlich zu wölben beginnt. Das war bei mir beim Frühstück die Linzer Torte im Arcotel Nike Linz oder etwa ein Stück Zotterschokolade zu jeder Tag- und Nachtzeit.

Inzwischen begeben sich die Kattajungen auf die Suche nach Essensresten im Gras. Ganz normales Popcorn ist für die Ringelschwanzträger besonders wichtig, da sie dadurch benötigte Mineralstoffe aufnehmen.

Während wir so hinter dem Zaun, mitten in der Kattaanlage sitzen, hoffe ich, dass kein Fotoworkshop, der im Zoo Linz immer wieder angeboten wird, und bei dem ich selbst schon teilgenommen habe, vorbei kommt. Irgendwie möchte ich momentan die einzige mit einer Kamera in der Hand sein, denn ich fühle mich beobachtet. Für mich als eingefleischte Zoobesucherin ein eigenes Gefühl, einmal auf der anderen Seite zu stehen. Wie oft habe ich mich schon gefragt, was sich wohl das Tier denkt, wenn es uns Menschen sieht. Heute bin ich in dieser Lage. Der kleine Lauser hingegen hat überhaupt kein Problem, während mir mulmig zumute ist.

Mein Schatz verfüttert inzwischen die lebenden Mehlwürmer und versucht stark zu sein. Gar nicht so leicht, wenn sich das Futter in der Hand bewegt…

Irgendwann sind auch die letzten Reste verfüttert und wir werden langsam uninteressant. Bei eurem Besuch ist unter der Woche ein Fotograf dabei. Nachdem wir Sonntag eine Sonderführung hatten und ich fotografiert habe, seht ihr uns nicht. Ich konnte meine Position nicht ändern, da ein kleiner süßer Strolch mich mit einem Spielplatz verwechselt hatte. Ich habe immer nur seine sanften Pfoten auf meinem Rücken gespürt. Wie eine angenehme Massage!

Es ist ein Versuch. Wie werden die Kattas auf Samir reagieren? Frau Mag. Hildebrand erlaubt uns den Spaß und siehe da, einmal vorsichtig anschleichen.

Kurz darauf bekommt er schon sein erstes Bussi. Ihr seht also, es sind wirklich sehr friedliche Geschöpfe, die ihr gerne besuchen könnt. Ab Wien und Umgebung stellen wir auf Anfrage jederzeit Transfermöglichkeiten zum Katta-Abenteuer zur Verfügung.

Schön liegt der, teilweise barrierefreie Zoo in Linz, in der Mitte zwischen Innenstadt und Pöstlingberg, mit seiner Grottenbahn und der Hartlauer Fotogalerie. Leicht erreichbar mit dem Auto oder einem unserer Reisebusse. Parkplätze vorhanden. Für Romantiker und Eisenbahnliebhaber empfiehlt sich eine Anreise mit der Pöstlingbergbahn ab dem Linzer Hauptplatz. Diverse Veranstaltungen und Vorträge werden rund um das Jahr geboten, interessant auch die alljährliche Adventveranstaltung oder der sommerliche Fotowettbewerb. Neu sind Führungen für Gehörlose. Kindergeburtstage werden hier gerne gefeiert. Ebenfalls neu ist das Picknickangebot. Infos zu allen Angeboten gibt es auf der Homepage.

Apropos Picknick. Wenn ich noch länger zuschaue, wie hier frisch fröhlich gefuttert wird, wobei die Banane heute der absolute Liebling ist….

… bekomme ich langsam Hunger.

Spannend muss die, in den Sommermonaten, durchgeführte Nachtführung sein. Wie sich die Tiere die Nacht vertreiben? Ob die auch fernsehen? Wenn ja, mit oder ohne Knabbereien? In unserer Schüssel tummeln sich noch genügend Obst- und Gemüsestücke, die nach unserem Besuch unangetastet zurück geblieben sind. Nur die Banane ist alle.

Ob es dem Kleinen zu viel stinkt? Denn das Schwanz-Stinke-Spiel lieben die Kattas und wer mehr stinkt hat gewonnen. Naja, wenn es Spaß macht.

Wir nehmen langsam Abschied und ziehen uns mit unserem prall gefüllten Picknickkorb auf die Picknickwiese mit gigantischem Blick auf die Stadt Linz zurück.

Zwei Varianten an kulinarischen Köstlichkeiten stehen zur Auswahl. Je nach Gusto ‚Österreich‘ oder ‚Italien‘ zaubert Frau Seth von der kleinen Manufaktur „la comptesse“ Köstlichkeiten und verpackt diese liebevoll im schönen Picknickkorb. Übrigens eine vegetarische Variante gibt es gerne auf Anfrage. Während Samir noch überlegt, was er auswählen wird – wir dürfen uns ausnahmsweise durch beide Länder kosten –

- genießen wir Erwachsenen ein Glas Apfelcider und prosten der Hauptstadt Oberösterreichs, die gute zwei Stunden von Wien entfernt ist, zu. Picknickkörbe gibt es auf Vorbestellung zu jeder Zeit, oder im Package mit einem Kattabesuch.

Sehr liebevoll ist der Korb eingeräumt, alles fein säuberlich und frisch in Gläser verpackt. Besonders fasziniert mich die Liebe zum Detail, auch wenn es kein Gmundner Geschirr ist. Ich ertappe mich wie ein Katta zu sein, ich suche gerade nach den Leckerlies für lichtkroko…

Zwei gemütliche Polster und eine Kuscheldecke erleichtern die Zeit auf der Wiese. Romantisch eben. Mit der Seele baumeln, über das einzigartige Erlebnis mit der süßen schwarz-weißen Ringelschwanzcombo plaudern und sich der Natur erfreuen.

Hoppla, Samir ist ein Stückerl Apfel hinunter gefallen – schon versucht jemand sein Glück.

Hier herrscht ein absolutes Du und Du mit den Tieren. Wobei füttern, außer mit dem, an der Kassa gekauften Futter, zum Wohle der Tiere absolut verboten ist. Daher hat Samir auch schnell sein Stückerl Apfel an sich genommen. Hätte mich eh gewundert, denn Teilen ist nicht seine Leidenschaft.

Unser Picknick ist beendet, Korb samt Zubehör abgegeben und wir besuchen die restlichen rund 600 Tiere. Diesmal leider wie gewohnt vor dem Gitter bzw. hinter der Absperrung.

„Wird es regnen oder nicht?“ Wenn ich die dunklen Wolken betrachte, stelle ich mir dieselbe Frage.

Im Tropenhaus besuchen wir noch den kleinen Kaiman, der lichtkroko sogar freundlich zuzwinkert. Ich würde aber vorschlagen, ihr fährt einfach zum Zoo Linz und besucht die Tiere selbst.

Derzeit ist Mittagsschlaf angesagt – da wollen wir nicht stören. Übrigens, gibt es ebenfalls ein Tier-Paket mit den Erdmännchen. Nun heißt es nur noch wissen, welche Tiere ihr bzw. der/die Beschenkte lieber hat.

Wir ziehen uns in den kleinen Kiosk am anderen Zooende zurück, wo neben kleinen Snacks ein hervorragender Most angeboten wird. Lichtkroko im dreifachen Glück. Nochmals ziehen wir eine Runde, besuchen Säugetiere, Vögel und doch noch das Haus der Artenvielfalt. Winken zum letzten Mal unseren kleinen Freunden zu.

Holen unseren Samir vom neugestalteten Kinderspielplatz, mit dem angrenzenden Streichelzoo ab und sagen Danke. Danke, an die einmalige Möglichkeit, einmal einen Zoo hinter den Kulissen besuchen zu dürfen. Danke für die Zeit, die sich Frau Mag. Hildebrand für uns genommen hat. Danke an die Kattas, die uns so herzlich in ihre Runde aufgenommen haben.

Euer Team, diesmal Renate (lichtkroko), Franz und Samir, vom ersten busblog Österreich

 

Interessenten aus dem In- und Ausland wenden sich direkt an das Team vom Zoo Linz, Windflachweg 1, 4040  Linz, 0732/737180, office@zoo-linz.at, www.zoo-linz.at

 

 

Ideen zur Tagesgestaltung findet ihr bei unserer individuellen Gruppenreise

 

 

Bus-parkplatz Stufen barrierefrei Behinderten-WC Wickelraum Hunde Veranstaltungen Schul-programm Voucher Fremd-sprachen
ja nur im Haus der Artenvielfalt ja ja ja ja lt. Homepage ja ja englisch

 

 

 

Zur Planung Ihrer Gruppenreise steht Ihnen auch gerne CÄSAR Bus- und Personenbeförderungs Gmbh zur Verfügung, office@bustiger.eu, www.bustiger.eu

 

Besuch von lichtkroko, Sonntag, 18.06.2017. Mit freundlicher Fotogenehmigung von Frau Mag. Hildebrand/Zoo Linz. Text: Renate Stigler, Fotos: lichtkroko, www.lichtkroko.eu

 

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