Im Dienste des Kunden - Fachgruppe der Autobus-, Luftfahrt- und Schifffahrtsunternehmen Wien

Ich als Buslady muss ehrlich zugeben, habe mich seinerzeit schon gefragt, ob es sein muss. Ich kann aus meiner Haut einfach nicht hinaus, zähle ich doch zu den typischen Wienerinnen, die zuerst alles schlecht finden und schlussendlich alles hoch loben und den berühmten Ausspruch: „Habe ich doch gleich gesagt“, loslassen.

Damals, als die Bereiche Autobus, Schiff und Flugzeug zu einer gemeinsamen Fachgruppe zusammengelegt wurden. Tja, heute finde ich die Idee gut und sogar der Himmel zeigt sich herzlich berührt, als wir mit einem roten Volvo-Bus zur zweiten gemeinsamen Fachgruppenreise aufbrechen.

Der heurige Ausflug erfreut sich schon viel größerer Beliebtheit als unsere erste gemeinsame Reise nach Brünn im September 2016.

Und die Buslady Renate findet mittlerweile die Zusammenlegung super. Durch die unterschiedlichen Kontakte ergeben sich neue, unbezahlbare Synergien. Neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit, eine eigene Horizonterweiterung und die Löschung von Vorurteilen gegenüber einzelner Berufsgruppen. Denn eines ist sicher: wir, egal ob Bus, Flugzeug oder Schiff haben ein Ziel und das heißt Kundenzufriedenheit. Wir alle sind im Dienst des Kunden auf der Straße, in der Luft und im Wasser.

Nun ja, halt! Die skeptische Seite der Buslady kommt wieder ans Tageslicht. Im Dienste des Kunden steht wohl doch nur der Autobus. Denn Flugzeuge für eine Person und kleine Privatboote werden wohl kaum für Touristen unterwegs sein. Somit ist Flug und Schiff, im Gegenteil zum Autobus, auch für private Spielereien gedacht. Ich werde mir wohl kaum einen Autobus als Privatwagen anschaffen. Oder soll ich mal kurz zum Supermarkt ums Eck einkaufen fahren? Böse Zungen würden jetzt behaupten, den Platz im Kofferraum bräuchten wir Frauen ohnehin beim Shoppen für uns alleine.

Gut, liebe Leser, ja, vielleicht einen ausrangierten Bus zum Campingbus umbauen. Das würde schon gehen. Wie immer gilt: Ausnahmen bestätigen die Regel.

Kommen wir zurück zu unserer Reise. Gut gelaunt geht es im roten Bus los und Herr Wilhelm Böhm, unser Fachgruppenobmann begrüßt alle Teilnehmer ganz herzlich.

Die Fahrt im knallroten Volvo-Bus, die von der genannten Busherstellerfirma freundlicherweise gesponsert wurde, führt uns nach Wr. Neustadt. Ich bin froh, dass wir einen Bus als Reisemittel haben und nicht fliegen müssen.

Unser erstes Ziel ist die Diamond Aircraft.

Da war beim raschen Überfliegen des Programms der erste Fehler im Gehirn der Buslady und ich stelle schmerzlich fest, dass hier keine Diamanten produziert werden. Zumindest keine, die Frau sich um den Hals hängen oder am Ringfinger präsentieren kann. Die Kreditkarte von meinem Schatz hätte ich mir nicht erbetteln müssen.

Diamond Aircraft steht für hochwertige Kleinflugzeuge mit österreichischen Wurzeln. Überrascht stelle ich fest, dass die kleinen Flieger ebenso im Dienste des Kunden unterwegs sind. Neben der Auslieferung an Privatpersonen gibt es eine Palette an Spezialflugzeugen für Aufklärungsflüge, Überwachung, Vermessung und vielem mehr. Faszinierend aus wie vielen Einzelteilen so ein doch recht kleines Flugzeug besteht.

Bei einer interessanten Führung durch das Werk wird auf die unterschiedlichen Motoren eingegangen. Nachdem wir Busse ohne Motoren nicht fahren könnten, läuft sogar der Volvo-Vertreter, Herr Franz Sengseis auf Hochtouren und versucht den Unterschied Flugzeug-Bus-Motor anschaulich zu erklären. Bei technischen Fragen ist er ein wandelndes Lexikon. Ich bewundere solche Menschen. Für mich als Buslady muss alles einfach nur funktionieren. Aber wahrscheinlich ist es halt auch der kleine Unterschied zwischen Männer- und Fraueninteressen.

Es diskutieren Vertreter von Bus, Schiff und Flugzeug miteinander…

… während Busunternehmerkollegen vor den fast fertigen Fliegern posieren. Walter, unser Teammitglied von bustiger – erster Busblog Österreichs ist ganz begeistert.

Er würde schon Gefallen an so einem Leichtflugzeug finden. „Einmal in die Lüfte gehen“, schwärmt er, während ich daran denke, wie oft ich in die Luft gehe. Aber Flugzeug habe ich dazu noch nie gebraucht.

„Und wo parkst du?“, werfe ich ein und ernte einen ratlosen Blick. „Gell, da ist ein Landfahrzeug schon besser?“, ich verkneife mir das Lachen und stelle mir vor, wie es bei ihm im fünften Wiener Gemeindebezirk sein wird. Glückseelig wird er von seinem Ausflug zurückfliegen, seine werte Gattin anrufen und ins Telefon brüllen: „Schatz, mach das Fenster auf, ich lande gleich. Schatz, auch den zweiten Flüüüüüüüügel!“.

Spätestens jetzt ist klar, dass wir alle an einem Strang ziehen! Nur bei komplettem Vertrauen ist es möglich, dass ein Flieger am Dach eines Busses landet. Das Foto ist kein Photoshop-Produkt. Manchmal muss man einfach alles nur aus dem richtigen Blickwinkel betrachten.

Jetzt fehlt nur noch ein Schiff! Bin nicht schadenfroh, möchte aber festhalten, dass dort wo wir mit den Bussen hinkommen meistens weder Flugzeug noch Schiff eine Möglichkeit haben! Oder liebe Kunden? Wenn ihr mir nicht glaubt, dann probiert einfach ein Schiff zu Eurer gewünschten Abfahrtsstelle zu ordern oder ein Flugzeug soll euch beim Hotel abholen. Somit zeigt sich aber wieder, nur wenn wir alle zusammenhalten, können wir etwas bewegen, uns gegenseitig helfen und dem Kunden das Beste bieten.

Gebe schon zu, hatte mal eine Anfrage zum Weihnachtseinkauf nach New York. Naja, hier hatte das Flugzeug die Schnauze vorne und durch Venedig komme ich nur mit der Gondel.

Wir sehen also, jeder stößt irgendwann an seine Grenzen. Dort sollte dann der nächste Partner warten und die weitere Betreuung der Gäste übernehmen. Nur gemeinsam sind wir stark.

Doch ein besonderes Wunderwerk der Technik hat die Schnauze ganz weit vorne und wohl die wichtigste Aufgabe von uns allen. Nämlich der ÖAMTC-Rettungshubschrauber.

Knallgelb hebt er sich vom blauen Himmel ab. Vollbepackt mit Technik und wertvollen Geräten zum Retten von Menschenleben steht er vor uns. Ich denke, ich kann für uns alle sprechen. Schön anzuschauen ist er. Beeindruckend seine Leistung, seine Möglichkeiten, sein Einsatzgebiet.

Egal ob Busunternehmer, Luftfahrtbetreiber oder Schiffreeder. Alle interessiert der Hubschrauber im Detail und dennoch – jeder hofft inständig ihn nie zu benötigen.

In nur 3 Minuten ist er in den Lüften und in max. 10 Minuten am Unfallort. Egal ob im Stadtgebiet, in den Bergen, am Wasser oder bei der Autobahn. Landen geht meistens auf engstem Raum und wenn nicht, dann gibt es eine Seilbergung. 33 Hubschrauber sind derzeit in Österreich, Ungarn und der Tschechischen Republik im Auftrag von ÖAMTC im Einsatz um Menschenleben zu retten. Hut ab.

Wir haben wieder einmal die Zeit überzogen, kein Wunder, haben wir besondere Einblicke in teilweise fremde Welten erhalten, interessante Gespräche geführt und neue Kontakte geknüpft. Eine wertvolle Reise geht bald zu Ende.

Während die Flugzeuge von Diamond Aircraft weiter gegen die untergehende Sonne fliegen, unser roter Volvo-Bus über die Landstraße rollt werden im Bus Geschichten aus den Bereichen Bus, Luft- und Schifffahrt ausgetauscht.

Der lehrreiche Teil ist zu Ende und ein gemütlicher, von Volvo-Bus gesponserter Ausklang steht uns bevor.

Aber das liebe Leser ist jetzt Privatsache. Ab Morgen sind wir dann alle, gestärkter als zuvor wieder im Dienste unserer Kunden unterwegs.

 

Euer Team von bustiger – erster Busblog Österreichs, diesmal Renate und Walter

Interessensvertretung der WKO-Fachgruppe Autobus-, Luffahrt- und Schifffahrtsunternehmen, Wien

Zur Planung Ihrer Gruppenreise steht Ihnen auch gerne CÄSAR Bus- und Personenbeförderungs Gmbh zur Verfügung, office@bustiger.eu, www.bustiger.eu

 

Besuch von lichtkroko, Montag, 04.09.2017. Mit freundlicher Fotogenehmigung von allen beteiligten Personen. Bezahlte Werbeeinschaltung. Text: Renate Stigler, Fotos: lichtkroko, www.lichtkroko.eu

 

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