Einfach Urlaub - Hotel vier Jahreszeiten in Kaprun

„Bist Du schon wieder auf Achse?“, mein Kollege hängt am anderen Telefonende und versucht mich auszuquatschen, während der Scheibenwischer auf Hochtouren über die Windschutzscheibe quietscht.

„Regnet es bei Dir?“, fragt er fast unschuldig und lässt nicht locker.

„Ja, es schüttet“, murmle ich missmutig, „zuerst hatten wir Sonne, dann Regen, dann Schneeschauer, ein wenig Nebel und jetzt lässt der Regen gerade wieder nach! Komme mir vor wie bei einer Reise durch die vier Jahreszeiten!“ Mein Gespräch beschränkt sich lediglich auf einen umfassenden Wetterbericht. Irgendwie bin ich nicht gewillt, Herrn Neugierdsnase unseren bevorstehenden Osterausflug zu schildern. Eh egal, in ein paar Stunden kann er alles auf Facebook nachlesen. Ich erliege doch sicher wieder dem Gruppenzwang alles sofort posten zu müssen.

Passend zum Wetterthema haben wir unseren Aufenthaltsort für die nächsten zwei Nächte erreicht. Schön gelegen, und als erstes sticht mir der Busparkplatz gleich neben dem Haus ins Auge.

„Willst hier nicht parken?“, meine zweite Hälfte holt mich aus meinen Gedanken. Vor lauter Bus und Freude über den Parkplatz, habe ich doch glatt den freien Platz für unseren PKW übersehen. Aber mal ehrlich, wie oft kommen wir Berufslenker, nach anstrengender Fahrtstrecke beim Hotel an und wie selten erwartet uns so ein perfekter Parkplatz? Da muss ich als Buslady ins Schwärmen geraten und mir ist das Hotel, noch bevor ich einen Fuß auf die Treppe gesetzt habe, sympathisch.

Während mein Herr und Gebieter die männliche Rolle unserer Beziehung übernimmt, also Koffer und Jacken ins Hotel schleppt, mache ich die erste Fotorunde. Parkplatz gibt es hier wirklich genug. Vor, neben  und hinter dem Haus. Kein Wunder bei 125 Betten. Ein wahrlich großer Familienbetrieb den Familie Fössl betreibt.

Für Skifahrer hält der öffentliche, kostenlose Skibus vor der Tür. Bequem und stressfrei geht es zur Talstation zum Schneevergnügen. Natürlich idealerweise direkt zum Kitzsteinhorn, denn auf 3.029 m über dem Meeresspiegel gibt es perfekte Verhältnisse für Wintersportfreaks.

Auf der anderen Seite geht es bis Zell am See bis zur Schmittenbahn, oder man steigt schon bei der Areitbahn aus. Möglichkeiten genug.

Da wir am späten Nachmittag unser Ziel erreicht haben, sieht man viele Urlauber, die Skier lässig über die Schulter gelegt, mit den Skischuhen etwas unbeholfen durch die Gegend stapfen. Das Hotel ist durch einen weiteren Zugang barrierefrei erreichbar. Und somit haben auch die Skifahrer die Möglichkeit gleich in den Skikeller abzubiegen, ohne kratzende Spuren am schönen Boden zu hinterlassen.

Endlich bin auch ich in unserem Zimmer angelangt und meine Männer haben bereits alles erkundet. Während mein mir anvertrauter Romantiker bereits die Öffnungszeiten der Bar und das Inventar der Vinothek geprüft hat…

… hat unser Maskottchen Samir die Badetasche im Kasten entdeckt. Für Erwachsene sind hier Bademantel, Schlapfen und Handtücher für den hauseigenen Wellness-Bereich im Zimmerpreis inkludiert.

Übrigens Haustiere sind, außer im Restaurant, gerne willkommen.

Samir, komm trenn Dich, ich habe Hunger. Im Haus riecht es herrlich nach regionalen Köstlichkeiten und beim vorbeilaufen habe ich bereits unseren Tisch entdeckt.

Um nicht Gefahr zu laufen, dass ihr zum Sabbern beginnt, die Tastatur dadurch nass wird und ihr vielleicht einen Kurzschluss erleidet, daraufhin der Bildschirm ausfällt und ihr den Bericht nicht weiter lesen könnt, beschränke ich mich auf ein Essensfoto.

Nachdem ich beim Büffet wieder einmal heillos überfordert bin, und wie immer mich zuerst einmal orientieren muss, habe ich die Auswahl meiner zweiten Hälfte als fotografisches Highlight herangezogen.

Er ist halt ein Mann, der rasch die Situation erkennt und schon einen gefüllten Teller vor sich stehen hat, während ich immer noch die Kärtchen beim Büffet lese.

Sein Teller ist klar strukturiert und relativ gleichmäßig belegt. Während ich die perfekten Lichtverhältnisse einzufangen versuche, nervt er mich, wann endlich sein selbst zusammengestelltes Abendmahl zum Verzehr freigeben wird. Manchmal hat er kein Verständnis für uns Fotografen.

Ehe er jetzt zum wilden Tier wird und über mich herfällt, lasse ich diesen Abend einmal die Kamera in Ruhe, und genieße die romantische Atmosphäre. Die brennende Kerze am Tisch, den guten Tropfen Rotwein im Glas und versuche meine Gedanken zu sortieren.

Suppe? Ja, aber mit welcher Einlage? Oder doch lieber aus dem reichhaltigen Vorspeisenbüffet mit frischem Brot und Gebäck? Welche Salate? Und dann? Backhendl? Rindsrouladen? Fisch? Vegetarisch? Oder? Oder? Und dann? Kaiserschmarren? Powidltascherl? Oder nur noch einen Schnaps?

Der Abend in der gemütlichen Kamin-Stube ist einfach entspannend und chillig. Das ist eben Urlaub im Salzburgerland, hier im Pinzgau, in der Region Zell am See – Kaprun!

Besonders begeistert bin ich als Buslady, dass hier der Busfahrer oder wie ich die Busfahrerin, immer mit Blick auf sein Gefährt gemütlich ein Glas heben kann. Natürlich mit dem jeweiligen Inhalt, eben nach Gesetzen und Vorschriften. Aber das muss jeder selbst entscheiden!

Samstag, 5.39. Ein Teil meiner abendlichen Getränke will abgegeben werden. Mein Blick fällt durch den Vorhangspalt…

… wenn wir Glück haben, dann wird der Tag schöner als der Wetterbericht zugesteht.

„Und auf der Suche nach den aktuellen Pistenverhältnissen?“, irgendein ein Urlaubsgast will mir ein Gespräch aufzwingen. Ich stehe ratlos inmitten des großen Frühstücksbüffets, während mein Handy mich über eine Nachricht auf Facebook informiert. Mein Neugierdskollege schiebt gerade eine doofe Bemerkung, welche ich unter das Thema „Neid“ einsortiere.

Ich schaue mein Gegenüber an. Braungebrannt, in eine etwas zu enge Skihose gezwängt, die Hosenträger locker über der Hüfte schwingend, in den Haaren nicht nur zu viel Gel, sondern auch eine Markensonnenbrille. Sichtlich für das nächste Skiabenteuer gewappnet, oder für die Skihaserl?

„Nein, ich schreibe schon der Bergrettung, dem ÖAMTC-Helikopter und dem Notarztteam, wann und wo ich abzuholen bin und was ich mir alles brechen werde!“

Verblüfft bleibt der fremde Skifahrer mitten im Raum stehen, während ich endlich meine Frühstücksentscheidung getroffen habe und um ihn herum jongliere. Eigentlich kann er nichts dafür, aber vor meinem ersten Morgenkaffee sollte man mich halt nicht doof anreden. Und bitte, schaue ich in irgendeiner Form sportlich aus?

Wer uns kennt, weiß, dass wir nicht wirklich unter den sportlichen Menschen auf dieser Welt zu finden sind, aber wandern ist schon so eine kleine Leidenschaft. Also rein ins Auto.

Nein, was denkt ihr denn? Wir sind nicht komplett faul! Nur rein ins Auto um zu den Krimmler Wasserfällen zu fahren um dort ein wenig zu wandern.

Übrigens Mitte Mai bis Mitte Oktober gibt es zum Aufenthalt in den „Vier Jahreszeiten“ die Sommercard für die Region. Damit gibt es eine Menge an Attraktionen kostenlos. Wie z.b. die Auffahrt auf das Kitzsteinhorn.

Eine Schifffahrt am Zeller See, mit einzigartiger Aussicht auf die Stadt Zell am See und die umliegende Bergwelt.

Oder Besuch der vielen Strandbäder, Fahrten mit den Bergbahnen, wie z.b. auf die Schmittenhöhe. Mutige können dann die Berge hinuntersegeln oder mit der Gondel im Porsche Design wieder zu Tale schweben.

Und das Hotel vier Jahreszeiten liegt mit dem Standort Kaprun ideal – Ausflüge sind auf beiden Seiten in kürzester Zeit zu erreichen. Mehr Infos über die Sommercard gibt es hier http://www.zellamsee.at/sommercard_zellamsee.pdf

Und am späten Nachmittag könnt ihr euch im Hotel im Rahmen der Halbpension einen kleinen Snack holen und dann im Wellnessbereich relaxen. Und danach das herrliche Abendessen genießen.

Gut, kommen wir zu uns. Mittlerweile sind wir bei den Krimmler Wasserfällen angekommen. Übrigens, der Eintritt ist ebenso in der Sommercard enthalten. Diesmal müssen wir EUR 3,00 pro Person berappen. Wir haben beschlossen, deswegen keinen Konkurs anzumelden, dafür aber loszuwandern.

Witzig für Eisenbahnfans ist im Sommer die Anreise zu gewissen Terminen mit der Dampflok der Pinzgauer Lokalbahn. Auch im Winter zieht an einigen Tagen der Rauch durch das Pinzgau. Fragt nach.

Oder eine Runde durch die Sigmund-Thun-Klamm? Weitere Klammwege laden in den heißen Sommertagen zu kühlen Wanderungen.

Zurück zu uns. Eigentlich wäre noch Wintersperre bei den Krimmler Wasserfällen, der fünfthöchsten Wasserfälle der Welt mit einer Fallhöhe von 380 m. Die letzten sonnigen Tage haben laut den Einheimischen diese Sonderöffnungszeit zu den heurigen Osterfeiertagen zugelassen. Und uns wenigstens bis in etwa der Hälfte des Weges zum obersten Wasserfall gebracht.

Samir, der brave Wanderer ruft nach einer Pause und nach dem hausgemachten Germknödel in dem Cafe am Beginn des Weges. Ich glaube, ich höre auch schon meinen Namen rufen. Na, dann, lassen wir es nicht mehr länger warten und kehren um.

Danach fahren wir zurück nach Kaprun, wo Vötter’s Fahrzeugmuseum unser Interesse geweckt hat. Anschließend überlegen wir, ob wir der Sommerrodelbahn die Ehre einiger Runden mit uns zuteil werden lassen. Leider übernimmt der Wettergott die Antwort und zwingt uns zu einer Regenpause. Schade.

Noch einmal stehe ich vor dem Abendbüffet wie die sprichwörtliche Kuh vor dem neuen Tor.

Den Abend lassen wir gemütlich ausklingen. Nur keine Hektik bitte. Es ist zwar nur ein Schnupperurlaub, aber dennoch sehr, sehr entspannend.

Noch einmal das Frühstücksbüffet erkunden, noch einmal den Bauch vollschlagen, den Schlüssel abgeben und Herrn Fössl, dem Chef des Hauses zum Abschied die Hand drücken. Schön war es. Danke für die Einladung.

Das Hotel vier Jahreszeiten, nicht nur ein Viersternehotel mit familiären Charme, nein, ein Hotel tatsächlich für alle Jahreszeiten. Gelegen in einer Region wo Entspannung, Erleben und Sport gleich gestellt sind und wo unterschiedliche Wünsche auf eine besondere Art erfüllt werden.

Im Winter der ideale Ausgangsort für Skitouren, im Sommer für alle möglichen Abenteuer. Jeder Morgen beginnt und jeder Abend endet mit einem kulinarischen Höhenflug. Die Stunden in der Zwischenzeit könnt ihr mit vielen Attraktionen in der Region zu jeder Jahreszeit ausleben.

Der Kofferraum ist verschlossen, der Wagen gestartet, wir sind bereit für den Osterrückreiseverkehr. In etwa einer Stunde werden wir bei unserem Blogpartner im Salzburger Zoo einmarschieren. Die Hauptstadt des Bundesland Salzburgs ist von Kaprun ein kleiner Ausflug und ideal für so Schlechtwettertage wie heute.

Schön war es, auch wenn wir nicht die Pisten herab gewedelt sind. Wenn wir nicht den Skibus benützt, sondern die Berge erklommen haben.

Tja, und ich verrate euch noch ein Geheimnis – wir haben einen tollen Laden gefunden! Jetzt fahren viele, viele Köstlichkeiten wie Wildwurst, Wildschweinspeck, Bergkäse, Haselnussschnaps, Käse- und Jausenwurst, Kräuterspeck, Schopfbraten, Bauernbutter, frische Ostereier, Bauernbrot und viel mehr mit nach Wien. Wo der Laden ist, wollt ihr wissen? Bei Hotelbuchungen über uns gibt es den Hinweis gratis hinzu. Ein paar Geheimnisse muss ich mir bewahren, sonst kommen wir wieder und ihr habt schon alles leer gekauft.

Wir wissen, wir kommen wieder! Wann es wärmer ist, die Sommercard im Preis inkludiert ist und Ziele, die wir auch erreichen können, wieder Saison haben. Dann, wenn auch im Wildpark Ferleiten an der Glocknerstraße wieder Kuschelzeit angesagt ist.

 

Interessenten für Einzel- oder Gruppenanfragen bzw. Interesse an Gruppenangeboten, wenden sich direkt an Familie Fössl, Hotel vier Jahreszeiten, Schlossstraße 38, 5710  Kaprun, Tel. +43 (0)6547/8316-44, info@hotel-vierjahreszeiten.at, www.hotel-vierjahreszeiten.at

Busparkplatz Stufen/
barrierefrei
Behinderten-WC Gastronomie Hunde Voucher Fremdsprachen Schulprogramme
ja ja/Lift ja ja ja, nicht im Restaurant ja auf Anfrage ja

 

 

Zur Planung Ihrer Gruppenreise steht Ihnen auch gerne CÄSAR Bus- und Personenbeförderungs Gmbh zur Verfügung, office@bustiger.eu, www.bustiger.eu

 

Ideen zur Reisegestaltung findet ihr bei unserer individuellen Gruppenreise

  

Besuch von lichtkroko, Montag 17.04.2017. Mit freundlicher Fotogenehmigung von Herrn Bernhard Lankmaier.

Text: Renate Stigler, Fotos: lichtkroko, www.lichtkroko.eu

 

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