Ein unvergessliches Erlebnis - Weinvierteldraisine

Seitens des Wetters ist der Tag fotografisch gesehen nicht berauschend, doch mein Fotopartner und ich müssen neues Equipment ausprobieren. Daher streunen wir durch die Weiten der Weinviertler Landschaft zwischen Ernstbrunn und Asparn an der Zaya.

Irgendwo ruft ein Kuckuck. Ein zweisilbiges, lautes und unmelodisches göö-gock dringt an mein Ohr.

Dem lautstarken Revierruf des Fasanenhahns folgt ein geräuschvoller, weithin hörbarer Flügelschlag.

Es raschelt im Laub, ein Eichhörnchen macht sich aus dem Staub. Eine Amsel singt uns ein Lied, als wir plötzlich aufschrecken. Ein unbekanntes Schleifgeräusch nähert sich. Verdammt, und wir dachten die Schienen liegen hier einfach so in der Landschaft. Als Mahnmal einer längst vergessenen Eisenbahnblütezeit.

Hat uns das Internet angelogen? Sollen wir hier auf eine noch befahrene Strecke gestoßen sein? Mir wird heiß. Mit Schaudern erinnere ich mich an mein letztes Erlebnis neben den Gleisen, bewusst auf der Suche nach Eisenbahnfotos. Ich im hohen Gras, die Kamera vor der Nase, die Ameisen spielten auf mir fangen und eine Spinne kletterte über meine Hand. Ob sie sich über den anschließenden Weitflug aufgrund meiner Spinnenangst gefreut hat, ist mir bis heute unbekannt. Auf alle Fälle kam dann die Lok, eine Dampflok. Die Fotos waren im Kasten und ich so schwarz wie meine Kamera.

Wenn sich da jetzt auch so ein Stahlross durch die Landschaft schiebt? Ich bekomme es mit der Angst zu tun, stehen wir doch mitten auf den Schienen.

Mein Fotofreund schaut mich verwirrt an. Was ist los? Was passiert gleich? Lachen und fröhliches Plaudern dringt an mein Ohr und kommt immer näher. Also Dampfross kann es mal nicht sein, ich atme auf. Wir legen uns auf die Lauer und siehe da –

-     da radeln vier gut gelaunte Personen durch die Landschaft. Wir schließen uns dem Gelächter an.

Ich bin doch ein Vergissmeinnicht! Eigentlich hätte ich als Busunternehmerin daran denken können. Geht doch von Ernstbrunn nach Asparn an der Zaya die Weinviertler Draisinentrasse auf rd. 13 km Länge. Aber kein Wunder, während meiner Zeit am Lenkrad durfte ich doch immer nur die Gäste am einen Ende aussteigen lassen und am anderen Ende abholen. Die meisten Gäste radeln von Ernstbrunn nach Asparn an der Zaya, halten eine Pause auf der Draisinenalm Grafensulz (Blog-Partner ab Frühjahr 2017) und fahren dann gut gestärkt weiter nach Asparn an der Zaya.

Bei Privatgruppen steht dann meistens der angemietete Reisebus und fährt die Gäste weiter, entweder zum Essen (möglich wieder auf der Draisinenalm oder in Asparn oder in der Umgebung. Vielleicht auch zu einen guten Heurigen?) oder zu weiteren Programmpunkten. Ganz sportliche Gruppen radeln dann wieder retour nach Ernstbrunn.

Einzelgäste können entweder retour radeln oder sich in Asparn ein Taxi für die Rückfahrt ordern. Mit dem Zayataler Schienentaxi genießt man eine idyllische Lokalbahnfahrt in originellen Motordraisinen mit Blick auf Landschaft und Tierwelt bis Mistelbach. Von dort kann man mit der S-Bahn weiterreisen. Beim Schienentaxi gilt auch die Niederösterreich-Card.

Interessant ist auch die Rückfahrt mit dem Naturparkbus von unserem Buskollegen Heinz Cepera. Erkundigt Euch vor Reisebeginn über die vielen Möglichkeiten.

Die Nö-Card gilt auch samstags von Mai – Oktober im Nostalgiezug von Wien in die Leiser Berge. Infos bei unserem Blog-Partner Regiobahn. Vom Bahnhof sind es wenige Schritte bis zur Draisinenabfahrt.

Während der Fahrt gibt es herrliche Ausblicke auf die Landschaft. Egal ob im Frühjahr, wenn die Natur erwacht, oder im Herbst, wenn die ersten Winde über die ertragreichen Felder wehen. Für die lustige Fahrt sollten auf alle Fälle feste Schuhe, Regenschutz, Getränke, eventuell etwas zum Naschen zur Belohnung oder Motivation (vielleicht ein Schokostück von unserem Blog-Partner Hauswirth) und Kleidung nach Jahreszeit, Wetterlage und Vorlieben eingepackt werden.

Vier Personen passen in eine Draisine, zwei radeln und zwei entspannen.

Der Spaß sollte mit auf die Strecke genommen werden, denn es ist kein Wettkampf…

… sondern ein Erlebnis für jung und alt …

Neben dem Befahren von einer romantischen, abwechslungsreichen Bahnstrecke entlang des Naturparks Leiser Berge, vorbei an weiten Feldern, Wiesen, Weingärten und Wäldern, werden auch aufregende Bahnhöfe passiert….

… Feldhasen interessieren sich kaum für die Sportler …

… und Betty Bernstein freut sich auf die kleinen Gäste der Weinvierteldraisine.

 

Gurte und der vorgeschriebene Sicherheitsabstand sorgen während der Fahrt für Sicherheit, eine Notfallnummer steht in jeder Draisine. Alleinfahrten für Jugendliche ab 18 Jahren. Maxi Cosi kann gerne mitgebracht und montiert werden und Hunde dürfen, wenn sie keine Angst haben, ebenso an der lustigen Fahrt teilnehmen. Vor Fahrtbeginn gibt es eine persönliche Einschulung und Sicherheitshinweise. Gerne auch auf Englisch.

Wer nur den halben Tag sportlich begehen möchte, hat für den restlichen Tag viele Möglichkeiten in der Umgebung. Z.b. ein Ausflug in das Schulmuseum Michelstetten, in das Urgeschichtsmuseum MAMUZ, in den Alpaka-Freizeitpark (Blog-Partner ab Frühjahr 2017) oder in den Wildpark Ernstbrunn mit seinen Tieren.

Im Wildpark befindet sich auch das Wolfs-Science-Center.

Entspannung bietet auch die Therme Laa an der Thaya. Und Durst kann in der Hubertus Brauerei gestillt werden. Für ganz Sportliche empfiehlt sich ein Ausflug zum Ochys Waldfreizeitpark.

Vereinzelt gibt es auch Quartiere wie Ferienwohnungen oder Privatzimmer. wie z.b. das ökologische Gästehaus Luger in Ernstbrunn. Gerne könnt ihr euch bei uns oder direkt bei der Weinvierteldraisine erkundigen.

Für Menschen wie mich, die sich so gar nicht mit dem Thema Sport anfreunden können und glauben, das Wort Kondition kommt von Air-Condition gibt es neu, die Möglichkeit nur die Bergabfahrten anzutreten. Gut, treten braucht man da nicht wirklich, sondern eher bremsen. Und natürlich wird dieses Service nur für Gruppen angeboten. Denn immerhin müssen dann die Betreiber selbst die Draisinen auf den höchsten Punkt, die Draisinenalm, radeln.

Inzwischen haben wir unsere Fotosachen ins Auto verfrachtet und haben uns auf die Suche nach einer kleinen Jause gemacht. Am Zielbahnhof Asparn an der Zaya, für manche Gäste auch der Startbahnhof, haben wir einen Würstelstand gefunden.

Und während wir genüsslich speisen, erreichen die ersten Draisinenfahrer das Ziel.

Wir nehmen Abschied von den Draisinen und fahren noch zum Bauernmarkt Simonsfeld, wo wir uns mit regionalen Köstlichkeiten für die nächsten Tage eindecken werden. Wir finden, dass haben wir uns nach dem aufregenden „Sporttag“ auch verdient…

 

 

Interessenten aus dem In- und Ausland wenden sich direkt an das Team der Weinvierteldraisine, 0699/105 72 904, info@weinvierteldraisine.at, www.weinvierteldraisine.at

Busparkplatz Stufen barrierefrei Behinderten-WC Gastronomie Hunde Fremdsprachen Voucher
ja ja nein nein Draisinenalm ja englisch ja

 

 

Ideen zur Tagesgestaltung findet ihr bei unserer individuellen Gruppenreise

 

Zur Planung Ihrer Gruppenreise steht Ihnen auch gerne CÄSAR Bus- und Personenbeförderungs Gmbh zur Verfügung, office@bustiger.eu, www.bustiger.eu

 

Besuch von lichtkroko, Mittwoch, 27.04.2017. Mit freundlicher Fotogenehmigung von allen Beteiligten. In diesem Zusammenhang ein großes Dankeschön an meine Reisegruppe. Text: Renate Stigler, Fotos: lichtkroko, www.lichtkroko.eu

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