Die Vergangenheit beginnt hier - Römerstadt Carnuntum

Samir, unser Firmenmaskottchen und unser indirekter `Sohn` möchte die Geschichte und die schönsten Erlebnisse meines Busunternehmens für das 13-jährige Jubiläum am 01.09.2017 zusammentragen.

„Sag, Mama. Dein Busunternehmen heißt doch CÄSAR GmbH?“

„Ja, mein Sohn, warum?“

„Wie kommt ihr eigentlich zu diesem Namen, wenn Du und Deine Mutter Stigler heißen?“

Mensch, wie oft haben mich schon Kunden nach diesem Geheimnis gefragt. Immer von der Konkurrenz absetzen, anders denken und jeden Stein nehmen, der so im Weg liegt. Begutachten und zu ordnen, sich drüber ärgern, nachdenken, umdenken oder sich erfreuen, dass er zu einem Puzzlespiel passt. Das war schon immer meine Arbeit. Manchmal ähnelt mein Job, dem eines Archäologen. Steine zusammentragen und Rätsel der Vergangenheit lösen. Dennoch den Blick für die Zukunft schärfen.

Wie beim Heidentor im Industrieviertel, das mächtig und geheimnisvoll in der Landschaft steht. Auf dem Weg nach Bratislava kamen wir, vor dem Bau der Autobahn, seinerzeit alle vorbei. Wenn wir heute auf alten Wegen uns eine Schoki von unserem Blog-Partner Hauswirth holen oder zum Schloss Rohrau fahren, kommen wir ebenfalls am Heidentor vorbei.

„Mama?“, Samir schaut mich fragend an.

Nun, ich überlege. Dann packe ich den kleinen Lauser und meinen Schatz und los geht es auf Spurensuche in die Römerstadt Carnuntum.

Kaiser Julius CÄSAR hat schon einmal eines mit unserer Firma gemeinsam. Er hat am gleichen Tag Geburtstag wie meine Mutter, nämlich am 13.07. Nur halt etliche Jahre früher.

In der damaligen Stadt Carnuntum lebten einst ca. 50.000 Einwohner, die damals die Hauptstadt Oberpannoniens war. Vielleicht findet sich hier der Schlüssel zu uns?

Neben einem ganz toll und barrierefrei aufbereiteten Museum gibt es diverse Veranstaltungen (Römerfestival 17.-18.06.17, Carnuntum 333 - Festival der Spätantike 12.-15.08, Kinderfest 17.09. Weitere Infos auch auf der Homepage von Carnuntum) während der Saison von Mitte März bis Mitte November. Diese sind im Freilichtteil der Anlage. Da der Ort, die Häuser und Straßen sehr detailgetreu rekonstruiert wurden, ist der Bereich nur bedingt barrierefrei.

Noch schaut mein Schatz etwas kritisch, dürfen wir heute in original römischer Gewandung in der Pompa, dem großen Festzug, mit in die Arena einziehen. Etwas mulmig ist mir schon, denn hinter uns ziehen die Daker ein, und die waren alles anders als friedlich.

Ihre lauten Schlachtrufe dringen an mein Ohr. Da ich kein Latein in der Schule hatte, klingt für mich als Laie der Ruf wie „Dacia“ – klar, dass ich als Bustussy gleich an eine Automarke denken muss.

Am liebsten würde ich einfach zurück schreien: „Fiat“ und so auf mein heutiges Leihauto, danke an Denzel Floridsdorf, aufmerksam machen.

Ich halte mich zurück, ich habe ja keine Ahnung, was FIAT auf Latein heißt und ob es nicht gerade eine Aufforderung zum Kampf ist.

Sympathisch schaut so ein Daker nicht wirklich aus.

Kaum sind die Gruppen aufgestellt, geht es schon los.

Krieg und Kampf ist überhaupt nicht meines. Natürlich ist hier alles nur eine wahnsinnig tolle schauspielerische Leistung. Hut ab, vor allem heute, wo die Sonne gnadenlos auf die Erde brennt. Ich ziehe Samir weiter.

Obwohl, einmal halte ich noch ein.

Nicht schlecht, wie damals die Frauen drauf waren. Wow. Aber nein, so kann es auch nicht sein, ich schneide doch keinem Kunden die Kehle durch. Eigentlich bin ich ein friedlicher Mensch, vielleicht einmal Türen knallen, auf den Tisch schlagen oder schreien. Aber morden? Nein, das ist nicht das Geheimnis von CÄSAR.

Mein Schatz, Samir und ich ziehen weiter. Es muss noch weitere Geheimnisse um Gaius Julius CÄSAR und das Busunternehmen CÄSAR geben.

Hier sind wir schon besser dran - beim römischen Tanz, eine Mischung aus feschen Frauen, der Leichtigkeit des Lebens und unglaublich schönen und eleganten Bewegungen.

Ganz glücklich bin ich nicht, denn wenn ich mich anschaue, und die hübschen Römerinnen sehe, gibt es keinerlei Übereinstimmung zwischen ihnen und mir. Wer mich kennt, weiß, dass ich nicht wirklich etwas Elfenhaftes an mir habe. Wir ziehen weiter.

Ob es das Haus des Lucius, die Villa Urbana oder die römischen Thermen sind, liebevoll und detailgetreu, nach Originalfunden, sind die Häuser nachgebaut.

Uj, der Römer im Frigidarium gleicht meinem Schatz wie einem Zwillingsbruder. Komisch, haben die männlichen Römer damals schon unseren Männern ähnlich geschaut?

Die Sonne steht schon sehr hoch, aber Antwort auf Samirs Frage haben wir noch immer keine gefunden.

Der römische Reiter kann uns auch nicht weiter helfen. Ebenso weiß sein Pferd keine Antwort auf unser Rätsel.

Nachdem mein Magen knurrt, stärken wir uns in der Gastronomie vor Ort. Bei römischen Köstlichkeiten denkt es sich leichter. Denke ich zumindest.

Mit der Eintrittskarte können auch die Standorte Amphitheater Militärstadt und das Museum Carnuntinum besucht werden. Ob wir hier fündig werden? Bei Veranstaltungen fährt ein gratis Shuttlebus zwischen den Veranstaltungsorten die Gäste bequem hin und her. Bei der Römerstadt Carnuntum stehen eine Menge Parkplätze, sowohl PKW als auch Bus zur Verfügung. Ab Wien gibt es übrigens die Linie Hop-on-Hop-off, die an bestimmten Tagen direkt zur Römerstadt fährt.

Außer bei Veranstaltungen und im Gruppenverband gilt die Nö-Card einmal für alle drei Standorte. Für Gruppen gibt es eine Menge an lustigen Programmen, ebenso für Schulklassen. Fragt uns oder das Team von der Römerstadt Carnuntum.

Zu Feiern verstanden die Römer genauso wie zu genießen und Feiern können in der Römerstadt jederzeit veranstaltet werden. Egal ob Hochzeit, Firmenfeier, Geburtstage oder andere Anlässe.

Viele Spiele vertrieben Langeweile. Klar, Internet gab es noch nicht und auch Facebook war noch nicht geboren. Nach all den Kämpfen zogen sich die Römer in die Thermen zurück. Ließen es sich gut gehen und stärkten ihren Geist und Körper. Anschließend zog man sich gemütlich in die Räumlichkeiten zurück und genoss die römischen Gaumenfreuden. Diese werden für Gruppen auf Anfrage heute gerne nachgekocht und in der Römerstadt Carnuntum serviert. Wer nach einem Besuch in den drei Ausstellungsorten eher Lust auf ein Wiener Schnitzel hat, ist im Donaucafe in Hainburg an der Donau herzlich willkommen.

Mich wundert nicht, dass die Herren eine Auszeit brauchten, waren doch schon die Kettenhemden an die fünfzehn Kilo schwer, dazu noch die Rüstung, der Helm, die Lanze und so weiter. Heute haben wir halt Handy, Laptop, Kamera, Ladegeräte, …. Auch nicht so leicht. Wenn ich denke, dass mein Fotokoffer alleine rd. sechs Kilo wiegt.

Beim Theaterstück zum heurigen Sonderthema „Der Adler Roms“ werden diese Unterschiede auf lustige Weise dargestellt und liebreizend angeprangert. Ein traumhaftes Stück. Wenn ihr die Gelegenheit habt, dann schaut es euch an.

Wir haben an diesem Tag noch viel erlebt und gesehen. Genügend Spuren für unseren CÄSAR und das Jubiläum entdeckt. Samir kann seinen Aufsatz auf alle Fälle fertig schreiben. Die Antwort auf seine Frage ist gefunden. Sie liegt viel näher als gedacht.

Ehe unsere Kunden, Freunde, Geschäftspartner nun denken, dass hier wäre unsere neue Firmenkleidung, verlassen wir langsam unser heutiges Ausflugsziel.

Danke an meinem Fotopartner Walter für das Foto von meinem Schatz und mir in römischer Gewandung, die wir in Carnuntum einen Tag lang zur Freude aller tragen durften.

He, stop, ich höre euch alle lachen? Wieso? Also bitte, ich finde die Kleidung gemütlich, einfach, pflegeleicht und naja, gut, nicht ganz modisch. Die Vorzüge sind aber gewaltig, alleine im Kasten wird viel Platz gespart und erst im Koffer bei Reisen! Kein Schnick-Schnack und kein Designer-Wahnsinn. Bei der CÄSARENTROPHY für Gruppen könnt ihr diese selbst ausprobieren und lieben lernen.

Warum lacht ihr dann? Weil ihr ausnahmsweise ein Foto von mir seht? Oder weil wir so ein nettes Paar sind?

Auf alle Fälle bin ich jetzt beleidigt, denn ich höre Einige uns nicht an-, sondern auslachen. Auch wenn es nicht böse gemeint ist, ich bin halt eine Frau und leicht beleidigt – denkt an den Beginn der Geschichte…

Nein, so brutal werde ich nicht. Dennoch Strafe muss sein! Daher bleibt das Geheimnis um den Namen des Busunternehmens CÄSAR für Euch nachwievor ungelöst. In Carnuntum könnt ihr aber jederzeit danach suchen! Hinweise und Ideen nehmen wir gerne an!

Euer Team von CÄSAR und dem ersten busblog Österreichs Renate, Franz und Samir.

 

Interessenten aus dem In- und Ausland wenden sich direkt an das Team von der Römerstadt Carnuntum, Hauptstraße 1A, 2404  Petronell-Carnuntum, 02163/3377-5, roemerstadt@carnuntum.at,  www.carnuntum.at

Busparkplatz Einkaufsmöglichkeit Stufen barrierefrei Behinderten-WC Gastronomie Veranstaltungen Schulprogramme Voucher
ja Souvenirladen ja teilweise ja ja ja ja ja

 

 

Ideen zur Tagesgestaltung findet ihr bei unserer individuellen Gruppenreise

 

Zur Planung Ihrer Gruppenreise steht Ihnen auch gerne CÄSAR Bus- und Personenbeförderungs Gmbh zur Verfügung, office@bustiger.eu, www.bustiger.eu

 

Besuch von lichtkroko, Sonntag, 11.06.2017. Mit freundlicher Fotogenehmigung von allen Beteiligten durch die Römerstadt Carnuntum. Text: Renate Stigler, Fotos: lichtkroko, www.lichtkroko.eu

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