Die Biererlebniswelt - Die Stiegl Brauwelt

„Nein, nur normales „i“. Nein, nicht wie Stiegl. Nein, wir haben nichts mit dem Bier zu tun!“

Ich beende das Telefongespräch und bin mir fast sicher im Schreiben des Gegenübers wieder die Anrede, „sehr geehrte Frau Stiegler“ zu lesen. Ist es denn so schwer? Einfach „i“, oder nur „i“, oder kurzes „i“! Nur bitte einfach nicht wie Stiegl-Bier! Seit meiner Jugend raufe ich damit und es wird sicher nie aufhören. Wir gehören zu den seltenen Stiglers, die sich eben ohne dem „e“ schreiben.

Da wir gerade eine Fahrt nach Salzburg mit Nächtigung im Heffterhof planen, mache ich mich auf Spurensuche. Wenn schon mein Name immer falsch geschrieben wird, dann will ich jetzt einmal zu Stiegl-Bier, der Privatbrauerei in Salzburg. Meiner, mir anvertrauten Hälfte, Herrn Franz brauche ich diesen Vorschlag nicht zweimal sagen und schon machen wir uns auf den Weg.

Als Buslady bleibt er mir nicht verborgen, der ideale Zubringerbus zur Stieglbrauerei. Die Anfahrt ist ganz einfach für alle, die in Salzburg schlafen und etwas trinken möchten, denn die Buslinie 1 und 10 führen direkt zum Bier. Bitte schaut aber, denn hier war es auch die Linie 9, die fälschlicherweise zur Direktfahrt eingeladen hat. Bei der Anreise zur Bräuhausstraße ist es nicht schlimm, da kann man aufpassen und sicherheitshalber den Fahrer fragen… Bei der Rückfahrt ist es egal, da gibt es nur eine Haltestelle…

Wenn ihr einen Reisebus bei uns nehmt, mit natürlich einem Lenker/einer Lenkerin, der/die dann vor Ort eventuell mit zur Führung geht, aber danach sich durch das Softdrink-Angebot kostet, könnt ihr direkt am Areal ungehindert parken. Für die armen Busfahrer und Busfahrerinnen gibt es als Andenken noch ein 6-Träger Bier für den Genuss zu Hause. Ihr dürft gerne auch parken, wenn ihr nur einen Essensstop einlegen möchtet, denn die Küche ist ausgezeichnet. Aber davon später.

Natürlich dürfen alle Reisebusse unserer Kollegen aus der ganzen Welt ebenso am Areal parken. Habe aufgrund meines Namens keine Sonderrechte. Es gibt sogar lustigerweise einen eigenen Fahrräderparkplatz!

Lassen wir das Thema, denn wir sind gerade angekommen und ich möchte euch davon erzählen.

Mein Fotografenherz freut sich über ideale Bedingungen, spiegeln sich die gelben Brauereigebäude so herrlich im kleinen Teich. Leider sehen wir die vier Noriker-Pferde auf der Weide nicht, denn in den umgrenzenden Gasthäusern wird das Bier nach alter Tradition noch mit der Kutsche ausgeliefert. Und diese ist gerade unterwegs.

Schatz? Hallo? Samir? Irgendwie stehe ich mit meiner Freude gerade alleine da. Wo sind meine zwei Männer?

Komisch! Normalerweise schleife ich regelrecht den weiteren Teil des ersten busblogs Österreichs hinter mir her – diesmal sind mein Schatz Franz und unser Maskottchen gerade noch schemenhaft zu erkennen.

Ich hechle hinterher.

Na klar, Männerträume werden gleich am Beginn der „bierigen Entdeckungsreise“ im Braukino wahr. Für Gruppen werden auch Produktions- oder Abendführungen mit anschließender Verkostung und kulinarischen Höhepunkten angeboten. Vielleicht ein wichtiger Hinweis am Rande, Besuche sind 365 Tage im Jahr, außer 1-2 Wochen im Jänner, täglich möglich! Wer stand nicht schon einmal vor der Frage, was am Sonntag unternehmen? Egal ob als Einzelreisender oder Gruppenveranstalter. Gekoppelt mit einer Schifffahrt in Salzburg oder einem Besuch im Zoo Salzburg, egal ob im Winter oder im Sommer, ein ideales Tagesprogramm. Ebenso empfehlenswert die Wasserspiele in Hellbrunn im Sommer.

Persönliche Brauerei-Führungen gibt es in Deutsch und Englisch, Audioguides derzeit zusätzlich in Italienisch, Französisch und Spanisch. Die genauen Zeiten könnt ihr der Homepage entnehmen.

Spanisch kommt mir bei unserer Führung gar nichts vor, denn die junge Dame erklärt sehr sachlich, leicht verständlich und mit unheimlicher Liebe. Dennoch brennt eine Frage auf meiner Zunge. Weshalb heißt Stiegl eigentlich Stiegl? Und wieso nicht Stigler? Die junge Dame lächelt. Die Antwort kommt zum Schluss. Na toll, Frau Renate braucht Geduld.

Über 20 Biersorten gibt es derzeit, jaja, Herr Franz und Herr Samir – auch ihr braucht jetzt Geduld.

Die Entdeckungsreise führt weiter in die Hausbrauerei zu den heimischen Rohstoffen und dem Brauprozess.

Neben Hopfen und Malz – wer kennt den Spruch nicht, „Hopfen und Malz, Gott erhalt’s“? – braucht man Wasser für ein gutes Bier. Seht ihr den Berg im Hintergrund? Praktisch wenn der Wasserlieferant, der Untersberg, der entweder erwandert oder mit der Untersbergsbahn einfach erobert werden kann, direkt vor der Haustüre liegt.

Das große Glasgebäude, vom gleichen Architekten als der Hangar 7 entworfen, ist das Sudhaus.

Franz und Samir sind ganz begeistert, sehen sie endlich, wie Bier entsteht. Verschiedene Touren, je nach Zeit und Interesse der Gäste werden angeboten. Familienfeiern wie Geburtstage, Hochzeiten finden hier nicht nur eine tolle Abwechslung, sondern auch ein traumhaftes Ambiente. Bierkenner-Touren für Kleingruppen und Bierseminare bilden Hobby-Biersommeliers aus. Für Schüler werden eigene Führungen angeboten, natürlich ohne Bierverkostung.

Selbst am Areal der Brauerei gibt es das ganze Jahr über verschiedene Aktivitäten – schaut doch auf die Homepage.

Lediglich für Personen mit besonderen Bedürfnissen fragt bitte vorher nach den eigens angebotenen Möglichkeiten, denn die alten Gebäude sind leider nur sehr wenig barrierefrei.

Bier mit allen Sinnen erleben ist bei der Führung wirklich möglich. Die Düfte, die Wärme, die Erfahrung, die Neugierde, die Entstehung des Gerstensaftes, all diese Eindrücke kann ich nicht zu Papier bringen, die muss man einfach selbst erlebt haben.

Ich steige von einem Fuß auf dem anderen, ja, schon gut, das Stiegl Zeitfenster ist sicher interessant, aber ich habe Durst. Nicht nur aus Vorfreude auf das Bier, sondern auch, weil es heute wieder ein sehr heißer Sommertag ist.

Das Museum ist sehr übersichtlich gestaltet, gibt Einblick in die gute alte Zeit, in die Entstehungsgeschichte der Privatbrauerei zu Salzburg, die seit über 500 Jahre in Familienbesitz ist. Die Führung ist am Ende und die junge Dame lässt uns entscheiden: noch Freizeit im Museum oder die besondere Gastfreundschaft der „Stiegler“ im lauschigen Biergarten unter den schattenspendenden Kastanienbäumen mit Blick auf das historische Sudhaus zu genießen.

Sorry, liebe Leser und natürlich auch Leserinnen, aber ihr werdet einsehen, dass ich als Stigler gleich mal mich zu den „Stieglers“ gesellen muss. Wer Lust hat, kann das Museum selbst ergründen. Übrigens, auch eine Idee für eine Pause, solltet ihr hier das Glück haben und euer Chef findet den Seminarraum als passend für das nächste Meeting.

Neben dem Gastgarten, hier gibt es übrigens ab November sogar einen Adventmarkt, Termin auf der Homepage, bieten das Bräustüberl, das trendige Bierpub „Maschinenhaus“, die heimelige Paracelusstube besondere Möglichkeiten für das Feierabendbier, die rasche Mittagseinkehr, die Gruppenverköstigung, die Privatfeier, das geheime Geschäftstreffen oder was euch so immer einfällt. Diese Räumlichkeiten sind alle das ganze Jahr über ohne Eintrittsgebühr erreichbar. Ebenso der Shop.

Apropos Shop – natürlich gibt es einen Onlineshop. Und uns Busfahrern sei gesagt, die 0,33 l Stieglflasche ist nicht nur handlich, sondern auch mit Drehverschluss. Habe ich zufällig dann gleich zwei Tage später im Kühlschrank eines Tiroler Buskollegen gefunden. Und verkostet – Frau muss ja testen, wenn Frau nichts selbst fährt.

Testen ist ein gutes Stichwort – zu jeder Führung gibt es eine großzügige Verkostungsrunde.

Na fein, darf mich wieder mal beeilen, dass ich noch zu etwas komme, denn Samir schmecken alle drei Biere, sogar das Monatsbier in der Mitte.

Der Stiegl-Küchenchef pflegt feine österreichische Küche auf höchstem Niveau und kocht im Einklang mit den Jahreszeiten und natürlich teilweise spielt das Bier eine große Rolle, wie beim Salzburger Bierfleisch, in das sich mein Schatz gerade vergräbt. Ich kümmere mich um die Innviertler Knödel. Und Samir bestellt noch eine Runde Bier.

Die Eindrücke während unseres Aufenthaltes waren so vielfältig, umfassend und interessant, dass ich sicher auf einiges vergessen habe. Ich kann euch wirklich nur ans Herz legen, der Stiegl-Brauwelt einen Besuch abzustatten, gerne auch als Einzelgast - es werden Führungen zu bestimmten Zeiten angeboten. Schaut auf der Homepage nach.

Ich habe mich selten in einem so großen Betrieb so wohl und willkommen gefühlt als hier in Salzburg. Am meisten fasziniert mich, dass Zeit hier kein Druckmittel ist, sogar bei der Führung hatten wir keinen Stress. Eine kleine Auszeit in der Hektik der Hauptstadt vom Land Salzburg.

Aber wieso heißt jetzt Stiegl wirklich Stiegl und nicht Stigler wie ich?

Die Antwort ist einfacher als das Geheimnis der zweischichtigen Schokoladestiege – ehrlich? Momentan ist mir die Antwort wurscht, die könnt ihr ja bei eurem Besuch selbst stellen, ich schwebe gerade im siebten Himmel. Diese Stiege ist einfach ein flaumig leichter Schokotraum!

Die Teller sind leer, die Gläser ausgetrunken, die Stiege verputzt und unser Besuch naht seinem Ende. Noch einmal Händeschütteln unserer netten Begleiterin, Frau Sandra Huemer, ein großes Dankeschön an das gesamte Team, und ein Blick in den Shop – gibt es doch für jeden Gast noch ein Erinnerungsgeschenk. Und ich kann euch nur soviel versprechen – es ist nicht nur ein kleiner Schlüsselanhänger!

Euer Team von bustiger – erster Busblog Österreichs, diesmal Renate, Franz und Samir.

 

Interessenten aus dem In- und Ausland wenden sich direkt an das Team von der Stiegl-Brauwelt, Bräuhausstraße 9, 5020  Salzburg, 050/1492-1492,  brauwelt@stiegl.at, www.brauwelt.at, Gruppenanfragen direkt an Frau Stefanie Fuchs, 050/1492-1644, stefanie.fuchs@stiegl.at

 

Ideen zur Tagesgestaltung findet ihr bei unserer individuellen Gruppenreise

 

 

Bus-
parkplatz
Stufen barrierefrei Behinderten-WC Hunde Gastronomie Fremd-
sprachen
Voucher Schul-
programme
Hochzeits-
location
Seminar-
raum
ja ja/Lift teilweise, bitte anfragen ja ja ja E ja ja ja ja

 

Zur Planung Ihrer Gruppenreise steht Ihnen auch gerne CÄSAR Bus- und Personenbeförderungs Gmbh zur Verfügung, office@bustiger.eu, www.bustiger.eu

 

Besuch von lichtkroko, Montag, 31.07.2017. Mit freundlicher Fotogenehmigung von der Stiegl Brauwelt. Werbeeinschaltung. Text: Renate Stigler, Fotos: lichtkroko, www.lichtkroko.eu

 

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