Delphine der Wiese - Alpakafreizeitalm in Grafensulz

Der Blick auf die Uhr zeigt, dass ich mich wieder einmal im sanften Hügelland des Weinviertels vor den Toren Wiens verzettelt habe. Diese Region, die im Nordosten von Niederösterreich sich bis zu den Staatsgrenzen zur Slowakei und der Tschechischen Republik zieht, fasziniert mich immer wieder aufs Neue. Neben beeindruckender Landschaft verleihen die netten Menschen dem größten Weinanbaugebiet Österreichs einen besonderen Charme.

Abgesehen von Wein- und Ackerbau gibt es für Besucher viel zu erleben. Im Wildpark Ernstbrunn tummeln sich Wölfe neben einheimischen Tieren, im MAMUZ in Asparn kann man in die Urzeit eintauchen und am Buschberg gibt es bei herrlicher Aussicht schöne Wanderwege und Einkehrmöglichkeiten. Im Flockerlhof in Klement wird der Kaffee in den guten alten Karlsbadern gekocht, während das Auge sich an 1.000 schönen Dingen erfreuen kann. Lauter Ideen – leiser Berge heißt nicht umsonst der Werbeslogan.

Es gibt noch viel mehr zu entdecken, aber mein Magen knurrt. Sorry, es wird Zeit für eine Frühstückspause.

So ein Draisinenbrot auf der Alpakafreizeitalm in Grafensulz lässt den Tag gut beginnen. Hier ist die Zwischenstation der Weinvierteldraisine, eine gemütliche Einkehrstation während der sportlichen Auszeit im Weinviertel. Neben Draisinenbroten gibt es eine Auswahl an regionalen Köstlichkeiten, wie z.B. die herrlichen Bratwürstel vom Weiderind, hausgemachten Säften oder selbstgebackenen Mehlspeisen.

Hier treffe ich auf meine erste Gruppe, die ich fotografisch begleiten darf. Doris und Lambert, die beiden reizenden Chefs und ihre Helferleins haben gerade alle Hände voll zu tun. Während Doris die Gäste kulinarisch verwöhnt, versucht Lambert die quirlige Gruppe in Mannschaften einzuteilen. Immerhin geht es nun spielerisch um den Titel Bauer, Bäuerin und Knecht und Magd.

Lambert erklärt stolz, dass wir uns auf einem Kraftplatz befinden, denn Alpakas bevorzugen solche Plätze. Wie selbstverständlich tummeln sich Tiere und Menschen nebeneinander. Leider müssen dadurch Hunde dem Areal fern bleiben.

Die Mannschaften sind gebildet, die Spielstationen – und es gibt eine Menge, aus deren nach Herzenslust und Teamstruktur vor Ort ausgewählt wird – sind mit Betreuern besetzt. Lasst die Spiele beginnen!

Das Saureimkegeln ist für die meisten neu und aufregend. Alle Neune gilt es in drei Runden zu Fall zu bringen. Zaghaft schauen die weiteren Teilnehmer noch zu. Es dauert eine kurze Überwindung, ein paar Überlegungen und schon sind alle mit Feuereifer dabei.

Beim Hufeisenglück findet jeder Teilnehmer seine besondere Wurftechnik und versucht Punkte zu ergattern.

Da kann Anfeuern der restlichen Gruppenmitglieder eine große Hilfe sein.

Für ein paar Stunden ist der harte Büroalltag vergessen. Teamgeist beflügelt die Teilnehmer und teamfördernd sind die Spiele auf alle Fälle.

Bei der Schubkarrenrallye wirkt ein kleiner Schubs unter Kolleginnen oft Wunder und ein anfeuerndes „hopp-auf-hopp-auf“ klingt über die weite Landschaft.

Mittlerweile haben auch die Skeptiker mit angepackt. Voll motiviert kämpfen die Gruppen spielerisch der Siegerehrung entgegen. Die freilaufenden Alpakas haben stets ein Auge auf die zweibeinigen Freunde in der riesigen Anlage.

Sie warten sehnsüchtig auf den Moment, wo die neuen Freunde Halfter und Leine holen und es zur gemütlichen Wanderung mit Mensch und Tier geht.

Alpaka sind sanfte, liebevolle Wesen, die nicht nur gerne Kinder als Spielgefährten in ihrer Mitte aufnehmen. Sie erweisen sich als äußerst geduldig und vorsichtig. Für Kindergruppen ab Volksschulalter ein besonders schönes Plätzchen. Vereinen sich gute Luft, herrliche Landschaft, lustige Spiele, auf Wunsch Lagerfeuerromantik, Bewegung und Tierliebe. Durch den eingezäunten Bereich können sich die Kleinen ungehindert austoben.

Kinder und Jugendliche mit erhöhtem sonderpädagogischen Förderbedarf erfahren durch die Alpakas Konzentration und Durchhaltevermögen, natürliche Bewegungsfreude, inneren Halt, Ruhe und Ausgeglichenheit.

Aber nicht nur die Kleinen, auch die Großen haben unendlich viel Spaß.

Ich verkneife mir ein Schmunzeln, wie hieß es einst so schön: „3-Wetter-Taft und die Frisur hält“

Wer erzählt wem einen Schwank aus seinem Leben?

Das Wettrennen um die letzten Punkte geht weiter.

Die Taktik beim Kaslochspiel wird besprochen, eine Minute ist nicht lange um gemeinsam den Ball sicher zum Ziel zu bringen. Nur bei genauer Planung kann ein eingespieltes Team diese Aufgabe bravourös meistern.

Bei der Hendlleiter hilft Zielsicherheit und Unterstützung der Kollegen.

Die Spiele sind gut durchdacht, fördern Teamfähigkeit, Geist und Körper jeder Altersklasse. Nicht um sonst ist Lambert Pädagoge. Mit seiner ruhigen, besonnen Art kann er die Gäste gut motivieren und sorgt für einen herrlich entspannten Ausflug. Feste Schuhe und Regenkleidung sollten mit ins Gepäck, ebenso vielleicht etwas zu Trinken. Da der natürlichen Begebenheiten des Areals nicht menschlich eingegriffen wird, bieten Lambert und Doris für Personen aller Altersklasse mit besonderen Bedürfnissen exklusive Aktivitäten.

Alpakas werden oft als Delphine der Wiese bezeichnet, da Wanderungen mit ihnen ähnliches wie das Schwimmen mit Delphinen bewirken. Sie helfen negative Gefühle besser zu überwinden und neue positive Energie zu gewinnen. Positive Verbindungen zu Natur, Gemeinschaft, Familie und sich selbst, steigern Lebensfreude.

Personen im Rollstuhl können beim Weidegang mit den Tieren entlang des befestigten Obstlehrpfades durch das freundliche und ruhige Wesen der Alpakas einen unvergesslichen Ausflug erleben. Natürlich dürfen die Tiere gestreichelt, geknuddelt, geführt und geherzt werden. Auf die Zielgruppe adaptierte Bauernspiele auf der Alm sorgen für Spaß und eine Anerkennung erwartet den tüchtigen Spieler.

Blinde und sehschwache Ausflugsgäste können ihre Sinne durch erkennen und spüren der Natur schärfen. Es wird gerochen, geschmeckt, ertastet und bei kleinen Geschicklichkeitsspielen ein  super weiches Alpaka-Freundschaftsband als Erinnerung gewonnen. Ebenso für taubstumme Personen können die Spiele gerne mittels schriftlicher Beschreibung erklärt werden.

Romantische Stimmung kommt beim Lagerfeuer auf, wo sich jeder mit dem extra langen Grillspieß über der Feuerschale sein Würstel grillen kann.

Die Alpakas können von Mitte Mai bis Mitte Oktober am Wochenende und an Feiertagen jederzeit gegen eine kleine Gebühr besucht werden. Auch einige Spiele könnt ihr gerne selbst ausprobieren. Spiele mit Siegerehrung für Gruppen jederzeit nach Voranmeldung. Wenn ihr einen Bus ab Wien oder Umgebung benötigt, auch für Personen mit besonderen Bedürfnissen, wie z.B. Rollstuhlbusse, kommt zu CÄSAR-Bus. Außerdem habt ihr den großen Vorteil, dass mittlerweile alle unsere Lenker die, doch etwas versteckte Alpakafreizeitalm ohne Probleme anfahren.

Ein letzes Mal fliegen die Hufeisen hoch über die Weinviertler Landschaft auf dem Weg zu den restlichen Punkten.

Geburtstagsfeiern, Familien- und Freundesrunden, Betriebsausflüge, Kinderparties, Seniorengruppen, Sportvereine, uvm. durften wir in den letzten Jahren zur Alpakafreizeitalm bringen. Mit oder ohne Weinvierteldraisine, mit oder ohne Rahmenprogramm. Vormittag oder Nachmittag, Wochentag oder Wochenende.

Jetzt knurrt mein Magen schon wieder. Ein Blick auf die Uhr zeigt, Doris ist gleich mit dem Büffetaufbau fertig. Und ich freue mich wieder einmal auf die regionalen Köstlichkeiten wie das herrliche Putengeschnetzelte und die faschierten Laibchen vom Weiderind. Für Vegetarier gibt es frischgemachte Gemüselaibchen oder Gemüsestrudel. Es gibt noch eine Menge an Auswahl. Denn sowie die Menschen verschieden sind, so sind hier die Spiele und die Speisen verschieden. Erkundigt Euch bitte bei Buchung des Ausflugstages nach den Möglichkeiten.

Mahlzeit!

Wie fast immer bleibt beim Büffet noch genügend übrig, Doris bemüht sich, dass niemand hungrig nachhause geht. Die letzten Brösel der Nachspeisen abgewischt, die Gläser leer.

Bei der Siegerehrung gibt es für jeden Teilnehmer eine persönliche Urkunde. Je nach Leistung erfreut sich der Spieler über den Titel Bauer, Bäuerin, Knecht oder Magd. Für die drei besten Spieler winkt eine Medaille, die sodann auf stolzgeschwellter Brust funkelt.

Ich winke meinen Gästen und meinem Bus nach. Ruhig ist es über der Alpakafreizeitalm geworden.

Für Doris, Lambert, ihre Helfer und mich eine kurze Verschnaufpause. Der Parkplatz ist noch nicht kalt, biegt der erste unserer Kleinbusse um die Ecke. Eine Reisegruppe mit besonderen Bedürfnissen aus der Großstadt wird sich an diesem sonnigen Nachmittag an den eigens dafür gestalteten Bauernspielen, den Tieren und der Natur erfreuen.

Meine Kamera und ich dürfen Nachmittag noch einmal unter strahlender Sonne und leichtem Wind die schönsten Momente einfangen. Ein besonderes Service für Gruppen. Aber nur auf Anfrage. www.lichtkroko.eu. Diese Fotos sind nur den Gästen vorbehalten. Ich kann euch nur sagen, es gab viele berührende Momente. Das glückliche und ausgelassene Lachen der Kinder und Erwachsenen wird mir noch lange in Erinnerung bleiben.

Während die Schatten länger werden, sind die heiteren Geschichten rund um das Lagerfeuer verklungen, die Urkunden und Freundschaftsbändchen eingepackt. Die kleinen Busse für unsere besonderen Gäste auf der Rückreise in die Großstadt. Auch ich kehre den sanften Hügeln des Weinviertels den Rücken. Na, dann bis Bald!

 

Euer Team vom ersten busblog Österreichs, diesmal Renate und ihre Reisegruppe

 

 

Interessenten aus dem In- und Ausland wenden sich direkt an das Team der Alpaka Freizeitalm in Grafensulz, Weinviertel, Doris und Lambert Freudhofmaier, www.alpakafreizeitpark.at, office@heiligenkeller.at, 0676/6829906

Busparkplatz Stufen barrierefrei Behinderten-WC Gastronomie Hunde Schulprogramm Fremdsprachen Voucher
ja ja, können umgangen werden teilweise nein ja nein ja Nein ja

 

 

Ideen zur Tagesgestaltung findet ihr bei unserer individuellen Gruppenreise

 

Zur Planung Ihrer Gruppenreise steht Ihnen auch gerne CÄSAR Bus- und Personenbeförderungs Gmbh zur Verfügung, office@bustiger.eu, www.bustiger.eu

 

Besuch von lichtkroko, Freitag, 19.05.2017. Mit freundlicher Fotogenehmigung von allen Beteiligten. In diesem Sinne auch Danke an alle meine Gäste, die sich für die Fotos zur Verfügung gestellt haben. Text: Renate Stigler, Fotos: lichtkroko, www.lichtkroko.eu

 

 

 

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