Christkind fährt Bus - Aktion der WKO am Heiligen Abend

Ich habe mir fest vorgenommen, heute wird ein ernstes Wort gesprochen. Das kann doch nicht sein? Es ist Heiliger Abend in Wien, na gut überall anders auch, aber derzeit interessiert mich nur Wien, und das Christkind hat die Frechheit und fährt Bus anstatt bei mir vorbei zu fliegen. Oder fährt es doch schon mit dem Auto und steckt irgendwo fest? Und das Beste ist noch, ich darf zum Christkind marschieren.

Nein, meine Laune steigt auch nicht, als ich erfahre, dass das Christkind heute ganz viele Kinder beschenken wird. So quasi eine Beschenksvorrunde, ehe der große Abend stattfindet. Ich versuche mich selbst zu beruhigen, indem ich mir einrede, es ist ja nur ein Fotoauftrag und vielleicht hat sich das Christkind ja verflogen und kommt gar nicht.

Die Busse stehen schon bereit. Mit ihnen auch unzählige Kinder mit Eltern und Großeltern. Alle voller Vorfreude auf das Christkind.

Nur ich habe es noch immer nicht gesehen. Ich bin mir ganz sicher, heute werden wir noch ein ernstes Wort miteinander sprechen. So nicht, liebes Christkind. Immerhin habe ich meinen Brief noch mit der Hand geschrieben und mit der Post verschickt…

Vielleicht ist der Brief auch nur nicht angekommen? Nein, Mutti hat immer gesagt, das Christkind weiß alles und sieht alles. Also? Was ist dann?

Upps, vielleicht hat es aber meine Schrift nicht lesen können, sowie ich gestern im Supermarkt den eigenhändig geschriebenen, oder eher gekritzelten Einkaufszettel.

Die Busse setzen sich in Bewegung. Bei einer Stadtrundfahrt, begleitet von einem Wiener Tourguide gibt es für die kleinen Busgäste viel zu entdecken. Besonders hier im Doppeldecker eröffnet sich ein komplett neuer Blick auf die Stadt. 

 

Wir halten im Wiener Prater und der Praterzug, dank den Sponsoren, wartet auf die kleinen und großen Gäste.

Mein Gott, das dauert aber, da legt doch die Frau gleich selbst Hand an.

Während andere wohl schon das Christkind gesehen haben? Oder war es eine Fata Morgana?

Endlich mal Türe zu, und Abfahrt!

Nach dem wir den Praterzug wieder verlassen haben, ist mir klar, weshalb das Christkind heute Bus fährt.

Bei dem Verkehr…

Kurze Bewunderung für das neue Auto vom Nachbarn. Äh, bitte schaut ihr mal auf den Verkehr. Gut, dass Oma alles im Griff hat…

Andere sind mit Mamas Fahrkünsten noch nicht so glücklich…

Auch bei Papa wird mal rasch ins Lenkrad gegriffen. Keine Ahnung, wo der wieder hinschaut.

Opa hingegen hat die Ruhe weg. Von rechts kommt keiner…

…na, dann mal in Ruhe ein kleines Mittagsschläfchen…

Heiß her geht es bei den berühmten Selfie-Fahrern…

Die Frisur sitzt ohnehin noch immer…

Einfach mal so auf Partnersuche…

Oder als Neuling durch den Verkehr…

Wenn gar nichts mehr geht, dann einfach mal ran an die Hupe…

Beten wegen Papas Fahrkünsten oder für das Christkind?

Mutter ist nicht so glücklich, als der Kleine schrie: „Ich werde mal Rennfahrer!“

Da war Opa schon gelassener. „Kind, wenn es Dir Spaß macht… Ich bin dabei. Gib Gas!“

Letzte Anweisungen von Mutti…

Während Papa streng auf den Tacho schaut…

Papa denkt nur an eines, wird das Christkind hübsch sein?

Während die Kleine nebenan schon für den harten Kampf auf der Straße übt…

Leider hat alles einmal sein Ende. Jeder kann sich entscheiden, noch eine Runde im Autodrom oder einen Blick in den Eisberg, wo auch noch andere Tiere mit uns das Christkind suchen…

Sogar Nemo schließt sich uns an. Ob auch er einen Brief abgeschickt hat?

Ich werde das Gefühl nicht los, als ob die Tourguides die ganze Zeit wissen, wo das Christkind sich versteckt. Sie lächeln immer so verschmitzt, während wir die letzten Details über Wien aufsaugen.

Am Westbahnhof, der Bahnhofcity Wien – West (danke dem nächsten Sponsor) dürfen wir die Busse verlassen und werden von einer Engelschar empfangen. Aber Engel, sagt mal, wo ist das Christkind? Wenn ich es nicht bald sehe, dann werde ich grantig. Es ist immerhin Heiliger Abend.

Schau mal Engel, das ist mein Brief… Hat den das Christkind gelesen?

Typisch die Jugend von heute. Den kleinen Bruder im Kinderwagen lässt die Christkindsuche komplett kalt. Mittels GPS hat er doch schon lange alles im Griff.


Und endlich ist es da! Das Christkind! Wahrhaftig! Es gibt es doch! Und alle Zweifler verstummen mit einem Schlag. Noch ein rasches Vier-Augen-Gespräch. So wegen dem Brief, heute Abend und überhaupt so halt…

Letzte Versprechungen und Zusagen…

Bei denjenigen, die ein Mail geschickt haben, ist schon großes Geschenke auspacken angesagt. Hier war das Lesen für das Christkind sehr einfach.

Gut, dass das Christkind weiß, wie gerne ich in ein Kipferl von Anker beiß…

Äh brav? Brav? Was ist das? Da muss ich erst nachdenken…

 

 

Sicher war ich brav. Das sieht man doch schon an meinen Augen!

Geh Papa, kann doch gar nicht schlimm sein. Erzähle dem Christkind doch nichts Falsches.

Was das Friedenslicht (danke den Sponsoren) habe ich auch auf die Liste geschrieben?

Ich weiß nicht, ob in dem Sackerl auch wirklich alles ist, was auf meiner Liste gestanden hat?

Und nach mehr als sechs Stunden sind alle Wünsche erfüllt, alle Sackerl verteilt. Die glänzenden Kinderaugen waren mehr als ein Danke für die monatelangen Vorbereitungen auf diese Aktion der Wirtschaftskammer Wien, Tourismus- Freizeit und Transport – Verkehr. Vielen Dank gebührt auch den Sponsoren, ohne deren Hilfe diese Aktion nicht zustande gekommen wäre.

 

Swarovski Kristallwelten, Prater, ÖBB, BahnhofCity Wien – West, Anker, austrian guides sowie aller beteiligten Heinzelmännchen, den Busfahrern, den Tourguides, dem Praterpersonal, den Engeln und natürlich dem Christkind.

Ein großes Danke gehört auch wieder den Wiener Busunternehmern, die im Rahmen dieser Aktion „Christkind fährt Bus“ für Licht ins Dunkel den stolzen Betrag von EUR 14.000,00 gespendet haben.

Und auch ich ziehe mich langsam zurück. Die strahlenden Kinderaugen und witzigen Momentaufnahmen mit den kleinen Fahrgästen werden mich noch lange begleiten.

Vorsichtig behandle ich meine rote Laterne mit dem Friedenslicht aus Betlehem. Auf dem Heimweg überrascht mich der Regen, dennoch bringe ich meinen kleinen Hoffnungsschimmer für den Frieden in dieser Welt, sowie hoffentlich alle Kinder heute auch, gut nachhause. Mit einer kleinen Kerze in der Hand stehe ich etwas später vor der Tür unserer netten, älteren Nachbarin und bringe auch ihr den Frieden ins Haus.

Und Frieden habe ich inzwischen auch mit dem Christkind geschlossen. Es hat doch meinen Brief gelesen. Ich bin überglücklich, während ich den gelben Bus in meine Sammlung stelle. Nun ist das prächtige Farbenmeer in meiner über 100 Busse zählenden Sammlung um eine weitere Wunschfarbe gewachsen.

So, und nun werdet ihr einsehen, dass ich Schluss mache, werde mir nun mein Kipferl gönnen, den Drink genießen und mit den Farben ein Bild für das Christkind malen.

Und wer jetzt Lust und Laune hat nach Wien zu kommen - wir Busunternehmer arbeiten auch an allen anderen Tagen im Jahr und zeigen Euch die schönsten Plätze in Wien. Das Christkind hat uns ein paar gute Tipps hier gelassen.

 

Ich wünsche allen meinen Lesern und Leserinnen, allen Reiseteilnehmern und Reiseteilnehmerinnen der CÄSAR/Bustiger-Fahrten, sowie allen Partnern samt den Frauen ;-) ein erholsames Weihnachtsfest und ein braves Christkind. Glaubt mir, es gibt es. Mit fast 400 Kindern durfte ich es heute selbst sehen!

 

Fotografische Teilnahme von lichtkroko am Samstag, 24.12.2016

im Auftrag der WKO, Fachgruppe der Autobus-, Luffahrt- und Schifffahrtsunternehmungen sowie für das Busunternehmen CÄSAR – www.bustiger.eu

Text: Renate Stigler, Fotos: lichtkroko, www.lichtkroko.eu