Adventmarkt der Wahrsagerin - Burgruine Aggstein

Meine Füße stehen mitten im Donauwasser. Leise und sanft umschlingen mich die Wellen.

Ein herrlicher Frühwintertag. Kaum zu glauben, dass hier gestern noch Schnee fiel und die Welt in düsteres Grau getaucht war. Und genau gestern war es, als mir eine Wahrsagerin prophezeite: „Meine Liebe, Du wirst morgen hoch über der Donau auf einem einzigartigen, mittelalterlichen Weihnachtsmarkt lustwandeln und mit Samir um einen Glühwein streiten! Du wirst mittelalterlichen Klängen lauschen und über Benny Barfuss lachen.“

Momentan lache ich nur über die komische Glaskugel und ihre Vorhersagen.

Blitzartig verlasse ich das Donauufer. Ich schlage mir auf den Kopf. Da hat es Klick gemacht. Klar, sie hat gesagt, oberhalb der Donau und nicht in der Donau! Einige Kilometer weiter stehe ich auch schon hier. Genau an jenem Ort, der gestern in der Glaskugel erschienen war. Auf der Burgruine Aggstein. Tatsächlich auf einem mittelalterlichen Weihnachtsmarkt. Und hoch ober der Donau.

 

Und Samir, unser Firmenmaskottchen, streitet tatsächlich mit mir um den ersten Glühwein.

Schön ist es hier. Anders, als bei den anderen Weihnachtsmärkten. Wer Christbaumschmuck und Vanillekipferl sucht, der ist hier fehl am Platz. Wer aber das Flair längst vergangener Tage in einem atemberaubenden Ambiente einfangen möchte, den sein Weg war nicht umsonst.

Benny Barfuss – und ich lache mich kaputt. Was die Wahrsagerin doch alles wirklich gestern schon gesehen hat. Er und sein Besen sind aber auch höchst entzückend und bezaubern Klein und Groß.

 

Samir hat Hunger. Und meine zweite Hälfte auch. Das in Holz gebrannte Wort oberhalb der Feuerstelle, „Ochsenhaxen“ zieht meine beiden Männer magisch in den Bann.

Ich halte mich lieber auf der süßen Seite. Und werde noch lange von dem gigantisch guten Kaiserschmarren aus dem Holzofen träumen – doch dieses Foto müsst ihr selbst schießen. Und nächstes Wochenende, am 19.11. und am 20.11.2016 habt ihr heuer noch einmalig die Chance dazu.

Meine Herren spielen gerade „Sündenbock“ und schauen gespannt beim Bierstacheln zu. Samir ist noch nicht so sicher, ob ihm das auch schmecken wird.

Langsam verabschiedet sich die Sonne über der Wachau und wir ziehen uns auch zurück. Die Schneereste von gestern und die Feuchte der Donau ziehen in unsere Glieder.

Ehe wir den Heimweg antreten, heizen uns Abinferis, die teuflischen Spielleyt noch einmal so richtig ein. Der durchdringende Klang der Marktsackpfeife, die treibende Rhythmen des Trommlers und die samtene Stimme der Sängerin bilden eine Mischung, die uns die Kälte vergessen lässt.

Eigentlich wollten wir schon gehen, doch die Musik fesselt uns an die Burgmauern und gibt es noch nicht frei. Und Samir und ich streiten um den letzten „Jungwilden Glühwein“

 

Doch irgendwann kommt immer der Abschied. Mit den Shuttlebussen geht es von hoch ober der Donau wieder an die Donau. Zurück zum Parkplatz. Ob wir unser Auto noch finden?

Natürlich gab es noch viel mehr zu Entdecken. Das Mittelalter war umfangreich, wusste zu genießen, zu feiern und zu speisen. Erlebt es selbst. Begebt euch hoch über die Donau zum wohl schönsten Adventmarkt der Wachau mit einem atemberaubenden Ausblick. Fühlt euch für ein paar Stunden als Ritterfräulein oder furchtloser Ritter. Zwei Tage habt ihr heuer noch die Gelegenheit. Sonst heißt es warten. Warten auf 2017.

Egal ob kurzfristig oder doch erst in knapp 365 Tagen, wir haben die Busse und die Organisation für einen reibungslosen Ablauf eines perfekten Ausfluges zum Adventmarkt der Wahrsagerin.

 

 

 

Besuch von lichtkroko am Sonntag, 13.11.2016

Text: Renate Stigler, Fotos: lichtkroko, www.lichtkroko.eu

Infos für Gruppenbesuche: CÄSAR Bus- und Personenbeförderungs Gmbh, www.bustiger.eu

Mit freundlicher Genehmigung und Unterstützung Burgruine Aggstein.

Wir danken für die Einladung!